Bertrand Piccard weiht Horgner Solaranlage ein
Von Daniel Stehula. Aktualisiert am 05.01.2010 2 Kommentare
Pionier als Ehrengast: Bertrand Piccard wird bei der Einweihung einen Vortrag halten. (Bild: Keystone)
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Termin und Programm
Einweihung der Photovoltaikanlage, 16.1.2010, Werkhof, Seestrasse 335, 10-16 Uhr, Festwirtschaft, Ausstellung. 11 Uhr Vortrag Bertrand Piccard, 14.15 Uhr Forum Swissolar.
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Auf den Dächern der Gebäude der Gemeindewerke in Käpfnach sind Photovoltaikpanels installiert worden. Die Sonnenkollektoren sind bereits an das Netz angeschlossen, es läuft der Probebetrieb. Derzeit – das ist dem Wetter geschuldet – produziert die Anlage nur eine sehr kleine Menge Strom. Bis zum 16. Januar soll alles nach Plan funktionieren – dann findet die Einweihung der Anlage statt. Man wird ein grosses Fest veranstalten und Bertrand Piccard ist der Ehrengast.
Strom für 7 Haushalte
Im Februar 2008 haben die Horgner im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens den Wunsch geäussert, dass in der Gemeinde nachhaltig Strom produziert werden solle. Die Energiestadt ist ein fruchtbarer Boden für solche Wünsche. An der Gemeindeversammlung vom Juni 2009 bewilligten die Stimmbürger einen Kredit von 355'000 Franken um eine Photovoltaikanlage auf besagten Dächern der Gemeindewerke zu bauen.
Betriebsleiter Xaver Holdener sagt: «Die Anlage produziert so viel Strom, dass sie sieben durchschnittliche Horgner Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen könnte.» Das ist nicht die Welt, dessen sind sich die Verantwortlichen bewusst. Aber: «Die Nachfrage nach Naturstrom besteht», sagt Holdener. Die Gemeindewerke bieten seit längerem Ökostrom an – entweder den sogenannten Aqua-Naturstrom, der im Wasserkraftwerk Käpfnach mit Wasser aus dem Aabachweiher produziert wird, oder Soleil-Naturstrom.
«Bereits 2009 wurde der Solarstrom in Horgen produziert», sagt Holdener. Ein privater Produzent speiste den Strom ins Netz ein. Man verzichtete jedoch darauf, den Strom als Horgner Produkt zu deklarieren, weil man nicht sicher war, den ganzen Bedarf damit decken zu können. «Mit unserer Anlage werden wir dem Bedarf sicher gerecht», sagt Holdener.
Naturstrom wird vom Verbraucher als Bekenntnis zur Nachhaltigkeit zum normalen Strombedarf hinzugekauft. «98 Prozent der Horgner beziehen den günstigen Mixstrom», erklärt der Betriebsleiter, «nur eine kleine Gruppe kauft Naturstrom.» Die Investition der Gemeinde ist vor diesem Hintergrund ein Zeichen, dass man alternative Energie unterstütze.
Strom für Flug um die Welt
Das Prädikat Pionier passt zu Bertrand Piccard. Er hat als erster Mensch die Welt im Ballon umrundet. Derzeit arbeitet er an einem Flugzeug, dass mit Solarzellen auf den Tragflächen Strom erzeugt für die Motoren, die es antreiben. Damit will er um die Welt fliegen. Einen Probeflug mit der Solarmaschine auf dem Flughafen Dübendorf hat Piccard zufriedenstellend absolviert. Am 16. Januar, dem Tag der Einweihung der Photovoltaikanlage, hält Piccard als Ehrengast einen Vortrag über sein Projekt.
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(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.01.2010, 04:00 Uhr
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2 Kommentare
Hm, da kommt man doch ins Grübeln... Man rechne: Eine Anlage für sieben Haushalte kostet 355'000 Franken. Macht pro Haushalt über 50'000 Franken! Entweder hat die Gemeinde sehr teure Anlagen installieren lassen und/oder die Solartechnik ist zumindest in dieser Gegend noch völlig ineffizient und zu teuer. Und nun? Antworten
Es freut mich ganz besonders, dass endlich auf gemeindeebene in der Schweiz in erneuerbare Energien investiert wird. Es waren immer die ersten Pioniertaten, welche noch relativ teuer in die Startphase gingen. Wenn ich mich an den ersten PC erinnere, den ich mir für ein Zehnfaches oder mehr vor über 25 Jahren geleistet habe, erstaunt mich der Betrag für diese Photovoltaikanlage nicht wirklich. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

