Das Starkstromkabel im Boden ist laut Experten gar nicht so teuer
Von Arthur Schäppi. Aktualisiert am 14.03.2011 5 Kommentare
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Der Ausbau der Hochspannungsleitung zwischen Samstagern und Wollishofen müsse oberirdisch geschehen, alles andere sei viel zu teuer. Die Kosten waren bislang ein Killerargument der Stromnetzbetreiber im Ringen mit den Seegemeinden, welche verlangen, dass die Stromkabel in den Boden verlegt werden müssen. Doch jetzt bringt ein neues Gutachten dieses Argument ins Wanken.
Dahinter steht die direkt betroffene Gemeinde Rüschlikon, die sich damit am Samstag in die politische Debatte um die Hochspannungsleitung einschaltete. Laut von ihr beauftragten Experten der Ingenieurfirma Ernst Basler & Partner käme es deutlich günstiger, die Kabel unterirdisch zu verlegen, als die Netzbetreiber bislang angegeben hatten: Dies würde demnach nur zwei- bis zweieinhalbmal mehr kosten als eine Freileitung statt acht- bis zehnmal mehr.
Technische Fortschritte
Die neuen Zahlen dürften auch im Kantonsrat zu reden geben. Dieser entscheidet nämlich heute Montag, ob er ein Postulat von CVP-Kantonsrat Andreas Federer aus Thalwil zur Hochspannungsleitung für dringlich erklären soll. Der Vorstoss fordert, dass der Regierungsrat die Leitung im Abschnitt Thalwil–Rüschlikon–Kilchberg ins Erdreich verbannt.
Es gibt einen einfachen Grund dafür, weshalb die Autoren des neuen Gutachtens zu derart anderen Resultaten kamen als die Netzbetreiber. Laut dem Rüschliker Gemeindepräsidenten Bernhard Elsener (CVP) haben sie nicht nur den Bau, sondern die gesamte Betriebszeit der Erdleitung in Rechnung gestellt. Dank enormen Fortschritten bei der Kabeltechnologie seien Energieverluste und Wartungskosten bei heutigen Bodenleitungen viel geringer geworden.
Kampf vor Bundesverwaltungsgericht
Die Expertise bestätige auch, dass die Verkabelung im Vergleich zur Freileitung mit ihren bis zu 55 Meter hohen Betonmasten bezüglich Landschaftsbild, Strahlungs- und Lärmimmissionen klar besser abschneide. «Mit dem Abbruch der alten Stahlgitterleitung können wir zudem das grösste Erholungsgebiet in der unteren Zimmerbergregion mit jährlich Zehntausenden von Besuchern aufwerten», ergänzte am Samstag Werkvorstand Fabian Müller (FDP).
Für die Verkabelung kämpft Rüschlikon auch vor Bundesverwaltungsgericht: mit einer Ende Februar eingereichten Beschwerde gegen die Leitungsbewilligung durch das Bundesamt für Energie. Auch in der Nachbargemeinde Thalwil sowie in Horgen regt sich seit einiger Zeit Widerstand gegen die neue Freileitung.
Kein Kommentar vom EWZ
Beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), das für das Partnerprojekt mit Axpo und SBB zuständig ist, mag man das Gutachten der Rüschliker nicht kommentieren. «Wir haben beim Entscheid zugunsten der Freileitung eine gesamtheitliche Beurteilung vorgenommen und dabei insbesondere auch die Versorgungssicherheit geprüft», sagt EWZ-Sprecher Harry Graf. Und bei einer Freileitung könnten eben Störungen viel schneller eruiert und behoben werden als bei einer Verkabelung. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 13.03.2011, 21:06 Uhr
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5 Kommentare
Natürlich können Störungen bei Freileitungen schneller behoben werden, Freileitungen sind aber auch viel störanfälliger als unterirdische (Unwetter, Terroristen, Flugzeuge). Zudem ist es erwiesen, dass eine Freileitung viel höhere Verluste produziert, und genau das sollte man angesichts der Energieverknappung vermeiden. Antworten
Unter den Boden mit diesen Leitungen. Endlich müssen Präjudizien her und korrekte Berechnungen. Die Freileitungen sind eine Schande und zerstören das ganze Landschaftsbild seit Jahren (z.B. Umgebung Gattikon /Gattikerweiher und durch den ganzen oberen Teil von Rüschlikon wo ein wunderbares Naherholungsgebiet ist!. Weg damit unter die hässliche Autobahn. Antworten
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11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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