Zürich
«Der Mann hatte sehr viel Glück, und die Bärin ist ziemlich verstört»
Von Marco Morosoli. Aktualisiert am 27.04.2009 31 Kommentare
Bärin im Tierpark Langenberg.
Artikel zum Thema
- Ins Bärengehege eingedrungen – und entkommen
- Nachwuchs im Wildpark Zürich: Barba zeigt ihr Bären-Baby
zur Person
Christian Stauffer ist Geschäftsführer vom Wildnispark Zürich, zu dem der Wildpark Langenberg in Langnau gehört.
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Wie geht es dem Mann, den drei Männer am Samstag verletzt aus dem
Bärengehege gerettet haben? Befindet er sich noch in Spitalpflege?
Er hat sich am Arm verletzt und ist noch im Spital. Bis jetzt konnte er von der Polizei noch nicht einvernommen werden. Jedoch hatte der Mann sehr viel Glück. Sein Eindringen im Bärengehege hätte für ihn schlimme Konsequenzen haben können, erst recht weil die Bärin ein Junges hat.
Wo ist der Mann ins Bärengehege gelangt? Wie hoch war dort der Zaun?
Wir wissen noch nicht genau, wo der 20-jährige Mann eingedrungen ist. Er muss aber über einen 3,5 Meter hohen Zaun geklettert sein. Diese Abschrankung ist zusätzlich mit drei Kabeln gesichert, die unter Strom stehen.
Sind die Zäune/Mauern im Wildnispark Langenberg zu niedrig?
Die Zäune entsprechen dem internationalen Standard.
Hätten Sie gedacht, dass sich ein solcher Fall auch im Wildnispark Zürich ereignen könnte? Vor zwei Wochen ist eine Frau im Berliner Zoo in das Eisbärengehege eingestiegen?
Ich hätte mir das nie vorstellen können. Ich konnte es fast nicht glauben, als ich über den Vorfall orientiert worden bin. Es ist aber der schlimmstmögliche Vorfall, der in einem Tierpark geschehen kann. Ob es sich um eine Nachahmungstat handelt, ist zurzeit reine Spekulation.
Könnte dieser Vorfall Konsequenzen für die Besucher des Wildparks haben, etwa eine Einschränkung ihres Zutrittsbereichs?
Wir werden deshalb an der Infrastruktur nichts verändern. Die Bärin zeigt sich zurzeit aber nicht. Sie ist nach dem Zwischenfall ziemlich verstört.
Wie viele Male ist schon ein Besucher im Wildnispark Zürich in ein Gehege eingedrungen?
Mir ist kein Vorfall bekannt. Es gibt immer wieder Leute, die sich nicht an die Vorgaben der Parkleitung halten. Aber diese Übertretungen waren bisher immer harmlos.
Wäre ein Gewehr in Griffweite gewesen, um grösseren Schaden zu verhindern?
Wir verfügen über Gewehre. Deren Einsatz stand in diesem Fall aber nicht zur Debatte.
Mit Christian Stauffer sprach Marco Morosoli
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(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.04.2009, 21:09 Uhr
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31 Kommentare
Also wenn die Bärin nur ein Fünkchen Gripps hätte, hätte sie gemerkt, das der Mann ja nicht auf ihre Jungen losging um sie aufzufressen, aber nein die Bärin wird sofort extrem aggressiv-grundlos-und attackiert den viel schwächeren Menschen-Mordversuch wäre das. Und jetzt sagen sie mir warum ich Bären süss finden soll? Bären bei uns haben in der Natur sicher nichts verloren. Antworten
@tony heiz: immer diese sprüche wegen krankenkosten auf eure lasten! auch dieser mann hat monatlich und seit jahren prämien bezahlt. somit kommt er auch selber für die kosten auf oder hat zumindest anrecht darauf. hört doch mal auf mit diesen doofen sprüchen wegen krankenkosten... scheint mode zu sein - nervt langsam aber sicher.. Antworten
Ich Finde es traurig, dass jemand ohne die Person genau zu kennen solch harte Urteile abgibt. Vor allem die, welche auf anderen rumreiten, haben die meisten Leichen im Keller und auf diesen könnte man sich auch reichlich Austoben, wenn man von ihnen wüsste. Antworten
Ob der Mann nun gesundheitlich angeschlagen war oder nicht: sowas gehört geahndet. Da stimme ich Herrn Stauffer voll zu. Wo kämen wir denn da hin? Alles wettert über unsere lasche Rechtssprechung und die "soften" Richter usw. Es gibt Dnge, die tut man nicht. Basta. Sonst artet das aus. Antworten
Der Bärenfamilie wünsche ich rasche und beste Erholung. Dem Eindringling hätte man früher den nackten Hintern versohlt - und jetzt muss die Krankenversicherung zu unseren Lasten zahlen. Sicher wird auch noch ein Psychiater eingeschaltet - ebenfalls auf unsere Kosten! Als Lösung: Bestrafung und volle Kostenübernahme durch den Täter. Antworten
@ Rode Sie wollen wohl provozieren; das kann ja nicht Ihr Ernst sein. Bären sind nun mal Raub- und keine Haustiere und werden auch im Zoo nicht handzahm. Das Tier kann gar keine Verantwortung übernehmen, es ist ja kein "mündiger Bürger", sondern eben ein Tier. Als solches hat es genauso ein Lebensrecht wie der Mensch. Und "grundlos" war der Angriff sicher nicht; schliesslich war da ein Junges! Antworten
@Roger Schubert: Treiben Sie Sport? Für solche Idioten möchte ich eigentlich meine Krankenkassen- und Unfallversicherungsprämien nicht bezahlen. Sie müssten eigentlich ihre Behandlungskosten selbst bezahlen. Denn sie tun das freiwillig. Der Mann, der ins Bärengehege gesprungen ist, scheint ja offensichtlich geistig krank zu sein. Freiwillig macht doch das niemand. Antworten
Wenn ich all diese Kommentare lese, wundere ich mich schon sehr über die Boshaftigkeit. Nur schon der Satz: Er handelte aus einem inneren Drang, tönt für mich schwer nach einer schizophrenen Erkrankung. Unter Schizophrenie machen Menschen Dinge, die sie unter normalen Umständen nie und nimmer tun würden. Denke nicht, dass er dies aus Jux und Dollerei getan hat. Antworten
Heutzutage meint jeder, jedes Risiko eingehen zu müssen, um Spass zu haben. Sind wir ein Planet von Kopflosen geworden? Im Fall von Knut verniedlichen wir Eisbären. Ein ausgewachsener Eisbär macht aus einem Walrossbullen, der mehrere 100 kg wiegt und mit Stosszähnen bewaffet ist, einen 2-Meter Kebap mit links! Homo sapiens ist wohl ein dummes Tier. Antworten
hat es auf der welt nur noch "gestörte" menschen. wer klettert oder springt schon freiwillig in ein wildtiergehege und macht solchen quatsch? dieser jugendliche muss schon mehrere defekte im hirn haben, dass er über- haupt so sachen macht. nun, sind wir anderen alle froh, haben wir keine solchen defizite. wohin führt das noch, ist in ein paar jahren jeder "verrückt" ? Antworten
Ich glaube die Bärin steht unter Schock und wurde durch diesen "kranken" Koch erheblich gestresst! Um eine klare Haltung gegenüber solchen Taten zu beziehen, sollte der junge Mann in Zukunft seiner Arbeit an einem Ort ohne Kontakt zu Tieren nachgehen. Macht man das bei Pädophilen z.B. nicht auch so?!! Antworten
Der Tierpark Langenberg ist sensationell schön. Leider zeigen sich die Bären in diesem schönen Gehege mit Dickicht und Wald normalerweise nie - sie können sich nämlich artgerecht schön verstecken. Am besten ist so oder so das Fuchs-Gehege oder mit dem Nachtsichtgerät die Wölfe beobachten. Hoffen wir, dass es in den nächsten 20 Jahre keinen weiteren solchen Fall gibt. Antworten
Das ist ja wieder einmal typisch..da dringt ein offensichtlich "Geistesgestörter" in das Gehege einer Bärin mit Jungem ein - obwohl das selbstverständlich verboten ist und erst noch ein hoher Zaun überwunden werden muss - und schon schreit man nach einem Gewehr...!? Wohl um die Bären vor dem Menschen zu schützen.... Antworten
Gewehre? Die Bärin mit dem Jungen hat sich völlig natürlich verhalten und kann gar nichts für die Situation. Fragen stellen sich bei den Menschen, sei es bei Tierpark-Besuchern oder Sicherheits-Verantwortlichen. Seit Jahrzehnten ist aber der Tierpark Langenberg eine grosse Bereicherung der Region. Antworten
Dieser Mann war sicher gesundheitlich und psychisch angeschlagen. Doch in erster Linie geht es doch darum, dass die Tiere im Zoo geschützt werden. Zuerst nimmt der Mensch die Tiere aus der Wildbahn, sperrt sie ein und nimmt dann seine Verantwortung als "Beschützer" nicht wahr. Ich denke es ist an der Zeit die Rundgänge der Zoowächter dem "modern" kranken Menschen anzupassen. Dem Tier zuliebe. Antworten
"Wir verfügen über Gewehre. Deren Einsatz stand in diesem Fall aber nicht zur Debatte." Finde ich richtig. Die Einzäunung des Geheges ist so gesichert dass man ganz gewiss nicht unfreiwillig da drin landen kann. Wieso also sollte man den Bären für die Dummheit eines Menschen bestrafen ?! Antworten
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Jüge Diener
@ von Rode: Sie hat nur das verteidigt was ein Mensch auch tun würde, Ihr Junges. Wenn bei Ihnen einer Nachts in die Wohnung steigt, empfangen Sie in mit liebevoller Umarmung? Wieso sprechen Sie einem Tier das Recht ab sich zu verteidigen? Wenn man weis wie ein Bär reagiert geht man ihm aus dem Weg, auch in der Wildnis, wo ich übrigens lieber Bären sehe als zu hauf Menschen!!! Antworten