Zürich
Nur wenige genossen das Open Air Oberrieden
Von Pascal Münger. Aktualisiert am 27.06.2011 1 Kommentar
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Endlich war an einem Wochenende wieder mal schönes Wetter. Und es war auch einiges los in der Region. Der FC Adliswil feierte, am Grümpi in Langnau tanzte man bis weit nach Mitternacht, und in Wädenswil zieht man dank dem Kantonalen Turnfest die Turnschuhe gar nicht mehr aus. Mit so vielen Konkurrenzveranstaltungen in der Region hatte es das Open Air hoch über den Dächern von Oberrieden direkt beim Schützenhaus natürlich schwer.
Bereits vor diesem Wochenende war klar, dass man ein gutes Jahr erwischen muss, damit auch nächstes Jahr wieder ein Festival möglich ist. Ein gutes Jahr heisst in der Open-Air-Sprache viele Zuschauer. Doch damit war leider nichts. Abends um 22 Uhr, als die vermeintlichen Publikumsmagneten von My Name Is George bereits gespielt hatten, zählte man 120 zahlende Besucher. Zusammen mit den Bands und dem Personal versammelten sich rund 200 Menschen auf dem abgesteckten Areal.
Dicke Portion Charme
Nach offiziellen Angaben des Organisationskomitees sollen 450 Besucher von 17 Uhr, als der erste Ton von der Bühne hämmerte, bis morgens um 4, als der letzte Beat von den Platten des DJ verhallt war, auf dem Gelände gewesen sein. Die Zahl widerspiegelt nicht den optischen Eindruck, den man sich während des Festivals machen konnte.
Leider, muss man sagen. Denn das Open Air Oberrieden konnte auch dieses Jahr mit einem guten musikalischen Programm überzeugen. Die Beatles-Rocker von My Name Is George stehen seit Jahren im Ruf, eine gute Liveband zu sein. Auch in Oberrieden lieferten sie rockige Hymnen mit viel Melodie und einer dicken Portion Charme. Und auch der Basler Hip-Hop Act Tafs überzeugte mit ausgeklügelten Beats und einer witzigen Bühnenperformance.
Nun wird man dem OK-Team Zeit geben müssen, um eine Bilanz zum Event 2011 ziehen zu können. Dass sie gut genug ausfällt, um auch im nächsten Jahr wieder ein Open Air in Oberrieden organisieren zu können, wäre den Verantwortlichen wie den Fans zu wünschen. Es sind bei weitem nicht nur die Bands, die dieses Festival ausmachen. Die einzigartige Seesicht, die freundlichen Helfer und die liebevoll aufgebaute Infrastruktur sind fast genauso viel wert. Ans Open Air Oberrieden geht man mit Freunden, um eine gute Zeit in einzigartiger Umgebung zu haben. Dass dabei auch noch attraktive Musik geboten wird, ist das Sahnehäubchen obendrauf. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.06.2011, 21:22 Uhr
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