Projekt für Reithallenareal steht
Von Patrick Gut. Aktualisiert am 05.06.2009
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Die fünf Wettbewerbsbeiträge sind am 11. und 12. Juni im Oberstufenschulhaus Dorf ausgestellt. Donnerstag, 14 bis 20 Uhr; Freitag, 10 bis 20 Uhr.
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Das Zürcher Architekturbüro Zindel Brönnimann Ferrario hat die Wettbewerbsjury mit ihrem Projekt «Zwei+» überzeugt. Der Wettbewerbsbeitrag habe gegenüber den vier Mitbewerbern Vorteile in allen Kriterien wie Einordnung ins Ortsbild, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz gezeigt.
Es handelt sich um «zwei gleich grosse, einfache Baukörper, welche die benachbarte Bebauungsstruktur sehr sorgfältig aufnehmen», hält die Jury in ihrem Bericht fest. Zwischen den beiden Häusern entstehe Freiraum, der Durchsicht gewähre. Der Entwurf nehme die charakteristischen Zwischenräume der Streusiedlung östlich des Pilgerwegs auf und schaffe genügend Raum zur nördlichen und südlichen Nachbarbebauung.
Die Tiefgarage, Ateliers, Bastelräume und Räume für Kinderwagen und Velos sind in einem Sockelgeschoss untergebracht. Der Aushub wird bei dieser Variante – verglichen mit einer unterirdischen Tiefgarage – weniger aufwendig. Gleichzeitig erhält der Wohnbereich Privatsphäre, weil er im Hochparterre beginnt.
2300 Franken Mietzins
Das Projekt «Zwei+» sieht 25 Wohnungen vor. Die 12 Wohnungen mit 41/2-Zimmern bieten eine Wohnfläche von rund 112 Quadratmetern. Die Baugenossenschaft Rüschlikon geht momentan von einem Mietzins von 2300 bis 2400 Franken aus (ohne Nebenkosten). «Damit kommen wir unseren Wunschvorstellungen ziemlich nah», sagte Genossenschaftspräsident Ruedi Schellenberg an einer Medienorientierung. Die Vorgabe an die Architekturbüros war ein Mietzins von 250 Franken pro Quadratmeter und Jahr. «Jetzt sind wir bei immer noch sehr günstigen 260 Franken gelandet», sagt Schellenberg. Er betonte, die Genossenschaft wolle günstigen Wohnraum errichten, «es handelt sich aber nicht um sozialen Wohnungsbau».
Neben den 41/2-Zimmer-Wohnungen sind jeweils drei 21/2-, 31/2- und 61/2-Zimmer-Wohnungen geplant. Das Angebot wird komplettiert mit vier 51/2-Zimmer-Wohnungen. Für die Genossenschaft war es wichtig, dass die Zimmer nicht kleiner sind, bloss weil es sich um Genossenschaftswohnungen handelt. Die Grundrisse sollen auch in 20 Jahren noch den Ansprüchen der Mieter gerecht werden.
Behindertengerecht und Minergie
Sämtliche Wohnungen sind behindertengerecht. Für die Gebäude ist der Minergie-Standard vorgesehen. Offen ist, ob dazu eine kontrollierte Lüftung gehören wird. «Das sorgt bei den Nutzern immer wieder für Diskussionen», sagte Schellenberg.
Die Baugenossenschaft Rüschlikon rechnet im Moment mit Baukosten von rund 13,5 Millionen Franken. Im Moment laufen die Verhandlungen mit der Gemeinde bezüglich Baurechtsvertrag. Laut Schellenberg ist man «auf gutem Weg». Der Genossenschaftspräsident machte keinen Hehl daraus, dass man das Land gerne gekauft hätte. Der Quadratmeterpreis, über den jetzt für den Baurechtsvertrag diskutiert werde, liege im Rahmen.
Laut Schellenberg ist die Finanzierung des Projekts gesichert. Die Genossenschaft wird zwei bis drei Millionen Franken als Eigenkapital einschiessen. Das geschieht über den Verkauf von Anteilscheinen. Pro Zimmer werden die künftigen Mieter wohl Anteilscheine für 1000 Franken erwerben müssen. Dafür entfällt das sonst übliche Mietzinsdepot.
Ausserdem wird die Genossenschaft die Hypotheken bei bestehenden Liegenschaften erhöhen. Da man in den letzten Jahren Schulden abgebaut habe, sei das möglich, ohne die Liegenschaften über ihrem Wert zu belehnen.
Läuft alles nach Zeitplan, befindet die Gemeindeversammlung im Dezember über den Baurechtsvertrag. Wird er angenommen, rechnet Schellenberg damit, dass die Wohnungen im Herbst 2011 bezogen werden können.
Die vier weiteren Wettbewerbsvorschläge fielen unter anderem aus den Traktanden, weil sie sehr massiv sind und weniger Grünfläche aufweisen. Zudem wären die Baukosten höher gelegen als beim Siegerprojekt.
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Erstellt: 05.06.2009, 21:24 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

