SVP fordert mehr Polizisten

Von Lukas Nussbaumer. Aktualisiert am 30.07.2010 16 Kommentare

In Wädenswil herrschten teilweise anarchische Zustände, stellt die SVP-Fraktion des Gemeinderats fest. Jetzt sollen mehr Polizisten für mehr Sicherheit sorgen.

Charlotte M. Baer. (Bild: PD)

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Gewalttaten, Einbrüche, Diebstähle, Drohungen, eine teilweise hohe Ausländerkriminalität: So beschreibt die SVP-Fraktion des Gemeinderats in ihrem gestern veröffentlichten Postulat den Sicherheitszustand in Wädenswil. Die Bevölkerung, heisst es im Vorstoss weiter, sei «zutiefst verunsichert». Dies führe dazu, dass «einige Quartiere zu gewissen Zeiten kaum mehr passierbar» seien und dass rund um den Bahnhofplatz «teilweise archaische (sic) Zustände» herrschen würden.

Klar ist der Fraktion, wie der Stadtrat dem Sicherheitsproblem begegnen muss: mit mindestens zwei zusätzlichen Polizisten, dank denen die Polizeipräsenz in den Quartieren erhöht werden kann. Mehr Personal allein reicht der SVP allerdings nicht. In Wädenswil fehle ein Sicherheitsdispositiv, aufbauend auf einer Analyse der Sicherheitslage.

Seitenhiebe gegen Stadtrat

Klar ist den SVP-Politikern auch, wie die Probleme nicht gelöst werden können. So sei der Plan des Stadtrats, Wirte und private Veranstalter an den Kosten für Sicherheitskräfte zu beteiligen, «vollkommen der falsche Ansatz». Fraktionspräsidentin Charlotte M. Baer bezeichnet das Handeln des Stadtrats gar als «sehr bedenklich», zumal nicht sicher sei, ob überhaupt eine gesetzliche Grundlage für das Vorgehen des Stadtrats bestehe. Die SVP-Fraktion hat einen Vorstoss zum Thema Sicherheit bereits vor einem Monat angekündigt – und dieses Versprechen damit jetzt eingelöst.

Nicht verkneifen kann sich die Fraktion in ihrem vierseitigen Vorstoss Seitenhiebe gegen den Stadtrat. So habe die Exekutive ihre neuen Wege zum Thema Sicherheit bei der Präsentation der Legislatur-Schwerpunkte zwar «wie immer schwungvoll angekündigt». Konkrete Umsetzungsvorschläge habe der Stadtrat jedoch vermissen lassen. Inzwischen bestehe ein tiefer Graben zwischen objektiv gepriesener Sicherheit und der latenten Angst der Bevölkerung. Laut der SVP-Fraktion haben die Einwohner von Wädenswil den Glauben an einen sicheren Bahnhofplatz «wohl schon lange aufgegeben».

Konkret werden dagegen die Petitionäre. Der Stadtrat soll nicht nur die Polizeipräsenz erhöhen, sondern auch ein Verbot von Trinkgelagen und Bussen für Littering prüfen. Dazu soll er schärfere Massnahmen gegen Ruhestörung und Vandalismus auf dem Bahnhofplatz und beim Güterschuppen ergreifen. Allzu weit möchte die grösste Fraktion im Parlament dann aber doch nicht gehen. Bei allen Massnahmen seien die Verhältnismässigkeit und der gesunde Menschenverstand zu wahren. Die SVP wolle nämlich «weder einen Schnüffel- noch einen Fichenstaat».

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Erstellt: 29.07.2010, 20:39 Uhr

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16 Kommentare

Herbert Steiner

30.07.2010, 08:36 Uhr
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Frau Charlotte M. Baer hat meine volle Unterstützung. Bereits im Mai 2009 habe ich den zuständigen Stadtrat (damals Herr Ph. Kutter) auf die berdrohliche und untagbare Situation in Wädenswil (Bahnhofgegend) hingewiesen. Diese Korrespondenz werde ich Frau Baer per Post senden. MfG Herbert Steiner 8820 Wädenswil Antworten


Marc Linder

30.07.2010, 08:05 Uhr
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Tönt eigentlich alles ziemlich vernünftig. Was hindert den Stadtrat daran, diese Massnahmen für die Bürger umzusetzen ? Antworten



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