Zürich

Über 2200 Unterschriften für Zugshalte in Sihlbrugg

Von Arthur Schäppi. Aktualisiert am 17.11.2010 2 Kommentare

Die Station Sihlbrugg soll auch künftig mit Bahn oder Bus bedient werden. Das fordert eine Petition von Pro Sihltal.

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Mit der Anfang Jahr lancierten und dieser Tage abgeschlossenen Unterschriftensammlung reagiert der Verein Pro Sihltal auf die Ankündigung von ZVV und SBB, die Station Sihlbrugg auf Dezember 2012 ganz stillzulegen. Seit Dezember 2006 wird der Kleinbahnhof bereits von der Sihltalbahn nicht mehr bedient. Die Petition verlangt nun, dass die Station Sihlbrugg über das Jahr 2012 hinaus weiterhin mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar bleibt.

«Die hohe Zahl von 2235 Unterschriften zeigt, dass unser Anliegen von breiten Bevölkerungskreisen mitgetragen wird», sagt Isabelle Roth, Präsidentin des Vereins Pro Sihltal. Unterschrieben hätten die Petition vor allem Mitglieder von Pro Sihltal, Wanderer und Ausflügler sowie Gäste des Besucherzentrums Sihlwald und Einwohner von Sihlbrugg-Station. An der Unterschriftenaktion beteiligt hatte sich auch der Dorfverein Gattikon.

Wichtig für Erschliessung

Am Donnerstag, 25. November, übergibt Pro Sihltal die Petitionsbögen im Zürcher Hauptbahnhof Vertretern von ZVV und SBB. Über den Inhalt der Petition sollen später auch Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) sowie der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP), der Zürcher Stadtrat Andres Türler (FDP) und weitere Politiker schriftlich informiert werden.

Konkret verlangt die Petition «das Beibehalten von mindestens einem Zug pro Stunde in beide Richtungen mit Halt in Sihlbrugg-Station». Falls dies nicht möglich sei, solle eine Alternativlösung mit Busbetrieb eingerichtet werden. Gefordert wird auch ein möglichst rascher Doppelspurausbau von Zimmerberg- und Albistunnel zwischen Horgen-Oberdorf und Baar. Die Zugverbindung nach Sihlbrugg sei wichtig für die Erschliessung des Wildnisparks und Wandergebiets Sihlwald, argumentiert Pro Sihltal. Eine Abkoppelung der Station vom öffentlichen Verkehr sei «ökologisch unverantwortbar», zumal dies nach der Entlastung durch die A 4 wieder mehr motorisierten Verkehr ins Sihltal bringen würde, meint Isabelle Roth.

Keine Zeit auf Gotthardstrecke

Beim ZVV begründet man die vorgesehene Stationsschliessung mit der hohen Streckenauslastung. Auf der im Zimmerberg- und Albistunnel einspurigen Gotthard-Zufahrtsstrecke fehle ab 2012 die Zeit für Zugshalte in Sihlbrugg-Station, sagt der Leiter Verkehrsplanung beim ZVV, Dominik Brühwiler. 2007 durchgeführte Zählungen hätten überdies ergeben, dass in der kleinen Station täglich durchschnittlich ohnehin nur je 24 Reisende ein- und aussteigen würden.

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Erstellt: 17.11.2010, 00:00 Uhr

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2 Kommentare

Jules Mari

17.11.2010, 09:32 Uhr
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Sollte tatsächlich ein Bedarf bestehen, der über die 24P/Tag hinausgeht und nicht mit einem Bus abgedeckt werden kann (Ausflügler zum Sihlwald), könnte man allenfalls zeitweise die S4 wieder bis Sihlbrugg verkehren lassen (etwa am Wochenende im 2Std-Takt); die Strecke besteht ja nach wie vor. Antworten


Markus Leutwyler

17.11.2010, 23:33 Uhr
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Alles oder nichts? Dazwischen liegt noch "Halt auf Verlangen". Eine ideale Lösung, die an vielen Orten in der Schweiz problemlos funktioniert. Warum nicht auch auf ZVV-Gebiet? Übrigens wäre das auch sinnvoll bei einigen Stationen der Stadtbahn Zug, wo ausserhalb der Stosszeiten nur selten Gäste ein- und aussteigen. Die "Flirt"-Züge sind standardmässig mit der Haltanforderungsanzeige ausgerüstet. Antworten



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