64 neue Wohnungen im Esslinger Dreieck
Usterstrasse, Forchstrasse und Löwenstrasse bilden in Esslingen ein Dreieck, das dereinst überbaut werden soll. Seit nämlich in den 90er-Jahren der Bahnhof der Forchbahn von der Usterstrasse an den heutigen Standort verlegt wurde, hat sich das Dorfzentrum mit diesem verschoben. Davon zeugen zurzeit neben den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs die Post, ein Lebensmittelladen und drei Geschäftshäuser am Bachweg.
Esslingen ist aber auch ein idealer «Dreh- und Angelpunkt», wie der Gemeindepräsident von Egg, Rolf Rothenhofer (parteilos), anlässlich der Projektpräsentation am Donnerstagabend sagte. Bahn und Bus gewährleisten schnelle Verbindungen nach Zürich und machen die Ortschaft interessant für Pendler, die gern auf dem Land wohnen. Wohn-, aber auch Gewerberäume im Dreieck sollen deshalb diesem wachsenden Bedürfnis Rechnung tragen. Das wurde schon vor fast 20 Jahren in einem Gestaltungsplan festgelegt und unter anderem durch den Bau der drei ersten Geschäftshäuser realisiert.
Für alle Generationen
Für die weitere Überbauung erwies sich der ursprünglich geltende Gestaltungsplan aber als nicht mehr zeitgemäss. Er sah eine klassische Reihenhaussiedlung vor. «Die heutigen Bedürfnisse definieren sich mehr denn je zum einen aus Nachhaltigkeit, zum andern aus generationendurchmischtem Wohnen», legte Timothy Nissen dar. Der Architekt amtete als Präsident der Jury, die über die insgesamt vier Projektvorschläge für einen neuen Gestaltungsplan befunden hatte. Das Siegerteam, agps architecture, setzt diese Rahmenbedingungen um, indem die Häuser zum einen im Sommer mittels Fotovoltaik und Erdsonden Wärme für den Winter speichern.
Das machen sie sozusagen emissionsfrei, wie Marc Angélil von agps erklärte. «Zum anderen haben wir darauf geachtet, dass die Wohnungen lückenlos rollstuhlgängig sind», führte er weiter aus. Die vier projektierten Häuser bieten insgesamt 64 Wohnungen, je zweimal verteilt auf drei und vier Geschosse. Ein weiteres Merkmal sollen die durchgängig umlaufenden Balkone sein, die viel Licht in die Wohnungen bringen. In ihrem Innern sehen die Architekten einen Kern für die Nasszellen vor, um den herum sich die übrigen Zimmer formieren.
Gewerbehaus im Zentrum
Neben den Wohnungen mussten die Teams südlich des Vollikerbachs auch Raum für das Gewerbe schaffen. Dieses Gebiet gehört der Gemeinde Egg, im Unterschied zum nördlichen Teil, der sich im Besitz des Ingenieur-Unternehmens Basler & Hofmann befindet.
Das Siegerteam plant hier ein Gebäude für kleine Unternehmen. «Acht Räume, die beispielsweise als Garage oder Handwerksbetrieb benutzt werden können, werden von einem grossen, schwebenden Dach überspannt. Dieses bedeckt auch einen kleinen Vorplatz, auf dem die Unternehmer beispielsweise einen Markt errichten könnten», erläuterte Angélil sein Projekt. So möchte er das Dorfzentrum beleben.
Abstimmung in einem Jahr
Im Weiteren werden nun die Bodeneigentümer zusammen mit dem prämierten Architekturbüro den neuen Gestaltungsplan ausarbeiten. Über diesen hat die Egger Stimmbevölkerung voraussichtlich in gut einem Jahr an einer Gemeindeversammlung zu befinden.
Die Pläne und Modelle aller vier Wettbewerbsprojekte können vom 30. August bis zum 10. September 2010 im Gemeindehaus Egg besichtigt werden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 27.08.2010, 20:18 Uhr
Zürich
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Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

