Bauer Ueli aus Grüningen sucht eine Frau

Ein attraktiver Jungbauer gehört fest zum Konzept der Kuppelshow «Bauer sucht Frau». In der nächsten Schweizer Staffel steht ein Grüninger im Mittelpunkt.

Der 21-jährige Ueli Hofmann ist Jungbauer und hofft seine grosse Liebe, die «ein wenig hübsch» sein sollte, in der TV-Sendung «Bauer sucht Frau» zu finden.

Christoph Kaminski

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Ueli Hofmann aus Grüningen wird in der nächsten Staffel von «Bauer, ledig, sucht» auf dem Schweizer Privatsender 3+ zu sehen sein. Der 21-Jährige passt perfekt ins Schema des «attraktiven Jungbauern». Dieser gehört sowohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Konzept des Quotenrenners und lockt die jungen Zuschauerinnen vor den Bildschirm. Dabei ist Ueli eigentlich in die Sache «reingerutscht». Der ehemalige «Mr. Heubuch»-Teilnehmer wurde von den Machern der Sendung direkt angefragt, ob er denn nicht mitmachen wolle. «Zuerst hatte ich ein wenig Hemmungen», sagt er. «Aber verlieren kann ich ja nichts.»

Lange solo ist der 21-Jährige, der mit seinem Vater, seiner Grossmutter und drei seiner vier Geschwister im Ammentännli ausserhalb von Grüningen lebt, noch nicht. Im August hat ihn seine Freundin nach dreieinhalb Jahren verlassen. Zwar hatte er noch versucht, die Beziehung zu retten – zumal er bestens mit ihren Eltern auskam – doch es sollte nicht sein. «Vielleicht kommt ja jetzt ein lässiges Mädi», meint er. «Ich hoffe auf nichts und lasse mich überraschen».

Hohe Ansprüche an die Kandidatin hat Ueli Hofmann nicht. Sie sollte nicht zu scheu sein, «ein wenig hübsch», «nicht zu klein und nicht zu gross». «Tendenziell» bevorzugt der gelernte Landwirt Brünette. «Für mich ist das Zwischenmenschliche aber viel wichtiger als das Körperliche», betont er. Denn theoretisch könnte es ja eine Bindung fürs Leben sein. Und heute, wo jede zweite Ehe geschieden werde, müsse es einfach stimmen. «Bevor ich mit jemandem etwas anfange, überlege ich zwei Mal.»

Im Ammentännli wird die Kandidatin eine Woche lang einen Einblick ins Hofleben erhalten. Hauptzweig ist die Milchwirtschaft. Ueli Hofmann steht täglich um 5 Uhr auf und kümmert sich um seine 28 Kühe. Daneben betreibt er Ackerbau. Sein Vater, dem der Hof gehört, sorgt sich um die 38 Mutterschweine mit ihren Kleinen und arbeitet auswärts, seine Geschwister sind in Ausbildung oder arbeiten auf ihrem Beruf. Wenn alles wie geplant verläuft, wird Ueli Hofmann dereinst den von seinem Grossvater und Vater aufgebauten Hof übernehmen. Die Mutter hat die Familie vor fünf Jahren verlassen. Seitdem essen die Jugendlichen jeweils bei einer Tante in Grüningen zu Mittag.

Weder Magd noch Schweinehirt

Obwohl die Frau im Haushalt fehlt, suchen Hofmanns keine Magd und auch keinen «Säuhirt», wie Vater Ernst Hofmann sagt. Die junge Frau wird auf dem Hof das machen können, was ihr am meisten liegt. «Zu etwas zwingen wird sie niemand», sind sich die beiden einig. Ernst Hofmann sieht den Fernsehauftritt pragmatisch. «Ein Stück weit ist es ja Werbung für die Landwirtschaft.» Für seinen Sohn wünscht er sich eine Freundin, die offen und spontan ist, die positiv denkt und mit der er gut reden kann. Der Kontakt zu anderen Leuten ist dem 21-Jährigen wichtig. «Wir leben abseits vom Dorf, da muss man schauen, dass man unter die Leute kommt.» Ueli Hofmann ist deshalb Mitglied im Turnverein und in der Feuerwehr. «So erfährt man auch, was läuft.» Trotz seines aufgefüllten Arbeitslebens und der Hobbys hätte er Zeit für eine Freundin. «Es wäre schon schön, den Abend mit jemandem verbringen zu können.»

Kandidatinnen, die sich für Ueli interessieren, können sich auf der Homepage des Senders 3+ anmelden. Zwei von ihnen wird er zum Kennenlernen einladen. Ausgestrahlt wird die zweite Staffel von «Bauer, ledig, sucht» im Winter. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 02.10.2008, 20:28 Uhr)

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