Baurekurskommission lässt Dignitas abblitzen
Von . Aktualisiert am 10.07.2009 1 Kommentar
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Diese hatte das Umnutzungsgesuch der Sterbehilfeorganisation für ihre Liegenschaft an der Talstrasse am 11. März abgelehnt. Die kantonale Rekursinstanz argumentiert, dass Sterbebegleitungen die Lebensqualität in einem Wohnquartier negativ beeinflussen können. Damit widerspricht sie der Ansicht von Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli, seine Liegenschaft befinde sich in einer «Gewerbezone ohne schutzwürdige Interessen». Die Wetziker Baukommission hatte das Umnutzungsgesuch mit der Begründung abgelehnt, dass die Dignitas-Liegenschaft in einer Wohnzone liege. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gebäude an der Talstrasse befinden sich ein Kindergarten, eine Berufsschule und eine Alterssiedlung.
Erfreut über den Entscheid der Baurekurskommission zeigt sich der Verein «Wetzikon ohne Dignitas». In einer Stellungnahme fordert er die Sterbehilfeorganisation auf, den Entscheid zu akzeptieren und den Standort Wetzikon aufzugeben. Weil Dignitas inzwischen in Pfäffikon einen neuen Standort gefunden habe, würde ein Weiterzug des Verfahrens als Zwängerei empfunden, schreibt der Verein. Ob Dignitas den Fall weiterzieht, ist offen. Von der Sterbehilfeorganisation war gestern keine Stellungnahme erhältlich. (arb)
Mehr Nachrichten und Hintergründe vom Oberland gibt es täglich im Regionalbund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an oberland@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 10.07.2009, 20:24 Uhr
Kommentar schreiben
1 Kommentar
Um es hier noch einmal zu wiederholen: Entweder will man Sterbebegleitung oder nicht. 73% der Bevölkerung wollen sie (soweit ich orientiert bin). Und zweitens: Wo gibt es die Liegenschaft, in der dies stattfinden kann? Und weiter: warum müssen die Leichenwagen schwarz sein und wie Leichenwagen aussehen? Einem Toten im Sarg ist es doch einerlei, ob er im neutral-weissen VW-Bus transportiert wird. Antworten


































