Berchtold will noch abwarten
Von Thomas Bacher. Aktualisiert am 09.03.2010
Die Miene trügt: Er sei enttäscht, sagt der abgewählte Gemeindepräsident Rolf Berchtold (SVP).
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Enttäuscht sei er, und auch überrascht, sagt der amtierende Gemeindepräsident Rolf Berchtold (SVP) zu seiner Abwahl. «Aber offensichtlich will mich das Volk nicht mehr haben.» Dabei könne er sich nicht vorwerfen lassen, in den vergangenen acht Jahren etwas falsch gemacht zu haben. Er sei mit Leib und Seele Gemeindepräsident. Berchtold glaubt daher, dass sich die Bürgerlichen zu sicher gewesen seien und deshalb nicht gewählt hätten. Dafür spreche die niedrige Wahlbeteiligung von 35 Prozent. Die Niederlage nehme er sportlich: «Mal gewinnt man, mal verliert man.»
Noch hat sich Berchtold nicht entschieden, ob er als normales Mitglied im Gemeinderat bleiben will. Der Umstand, dass er mit dem schlechtesten Resultat wiedergewählt wurde, werde da sicher in die Entscheidung einfliessen. Eins weiss er jedoch: «Marlis Dürst wird es nicht einfach haben in einem bürgerlichen Gemeinderat.»
Keine Wahlfeier organisiert
Da ist Dürst (Forum) ganz anderer Meinung. Sie hält nichts von Schubladendenken und will die Gemeinde gemäss dem Leitbild weiterentwickeln, das zusammen mit der Bevölkerung ausgearbeitet wurde. Gleichzeitig werde sie weiterhin einen guten Kontakt zu den Menschen in der Gemeinde pflegen. Dies sei es auch, was ihr viele Stimmen eingebracht habe, glaubt sie. «Ich bin in Wangen aufgewachsen und habe in diversen Vereinen und Gremien mitgewirkt. Man kennt mich einfach.» Offenbar sei es ihr auch gelungen, darzulegen, was sie in den letzten zwei Legislaturen alles bewirkt habe. Dennoch sei sie letztlich überrascht vom klaren Resultat. Eine Wahlfeier hat Dürst nicht organisiert; die fand spontan bei ihr zu Hause statt.
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Erstellt: 09.03.2010, 04:00 Uhr


































