Zürich
Bewährtes Menü neu zubereitet
Von Heidi Tschachtli. Aktualisiert am 15.07.2010 2 Kommentare
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Aus SwissDate wird SwissDinner: Anstatt Partnervermittlung und Tipps fürs Sexleben vom regionalzürcher Dr.-Sommer-Team wird ab Ende August auf TeleZüri ein altes Sendekonzept neu angerichtet. Vier Kandidaten bekochen und bewerten sich gegenseitig. Die Sendung mit Endlospotenzial beruht auf dem deutschen Format «Das perfekte Dinner». In der «Millionenzüri»-Version wird allerdings eine neue Hürde eingebaut: Die Hobbyköche reichen zuerst ihr Menü ein, die Vorschläge werden anschliessend vermischt und neu verteilt. Pro Sendung ist der Zuschauer bei einem Teilnehmer zu Gast.
Die Fehraltorferin Natasa Wirnsperger ist Kandidatin der ersten Staffel und öffnet zu diesem Zweck ihre Wohnung dem Publikum. Während sie kocht, dürfen sich das Kamerateam und die Mitbewerber im Haus umschauen – «die Schubladen bleiben aber zu». Kochen ist Wirnspergers Leidenschaft und kommt gleich nach der Familie. Im eleganten Kleid erwartet sie am heissen Sommertag ihre Mitstreiter. Sie wirkt ganz wie ein Profi, schliesslich bewirtet sie in ihrer nur per Lift zugänglichen Luxuswohnung auch ab und zu Firmen. Für bis zu zehn Personen richtet sie Anlässe aus, entwirft dafür eigens Rezepte, kocht und bedient anschliessend die Klientel.
Freundschaft trotz Konkurrenz
Der grosse Glastisch ist kunstvoll dekoriert und kameratauglich gedeckt. Vor dem Apéro erwartet das Team aber eine andere Erfrischung: Auf dem Boden drapierte weisse Müschelchen weisen den Weg zu einer Treppe und damit in Richtung Pooldeck. Erik Haemmerli, Gastro-Betreiber aus Zürich, ist beeindruckt und will sich nur noch im Schwimmbad interviewen lassen. Er gehört als fünfter Mann zum Programm und übernimmt die Rolle des Bösewichts. «Ein Bösewicht zum Verlieben», schwächt er lachend ab. Als «Tätschmeister» der Sendung schaut er in die Kochtöpfe der Kandidaten, berät diese wenn nötig und wirkt beim anschliessenden Essen als Coach für eine sendetaugliche Konversation. Ein fünfköpfiges Fernsehteam ist für die Aufnahmen zuständig und setzt die Freizeitköche ins rechte Licht.
Voller Vorfreude setzen sich diese an den gedeckten Tisch und warten auf Regieanweisungen. Es ist ihr dritter Drehtag, die Stimmung entsprechend entspannt. Sie mögen sich und wollen diese Freundschaft auch nach der Sendung weiterführen. Was die Kandidaten zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Dem Gewinner winkt ein Einkaufsgutschein im Wert von 3000 Franken.
Mit der Kochsendung kommt neues Leben ins immer gleiche Programm des Zürcher TV-Senders. Bleibt abzuwarten, ob sich dieses Format ähnlich lange hält wie sein Vorläufer.
SwissDinner auf TeleZüri, wöchentlich ab Samstag, 28. August, 18.20 Uhr.
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(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.07.2010, 20:46 Uhr
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2 Kommentare
Änderungen in Ehren, aber hier gereichen sie zum Nachteil. Vorallem die vertauschten Rezepte sind witzlos. Was soll es bringen, wenn z.B. ein Vegetarier eine Hammelkeule kochem muss? Da wird lediglich die Essensqualität schlechter, statt die Spannung grösser. Zudem kann man mit taktisch manipulierten Rezepten (fehlende Zutaten, Techniken etc.) die Konkurrenz sabotieren, was die Stimmung ruiniert. Antworten
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