Zürich
Bürgerliche machens den Grünen schwer
Von Karin Enzler. Aktualisiert am 14.12.2009 4 Kommentare
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Im Gemeinderat Wetzikon werden nächstes Jahr zwei Sitze frei: der von Franz Behrens (SP) und der von Babina Caviezel (parteilos, vormals FDP). Ausser Behrens und Caviezel treten alle bisherigen Gemeinderäte noch einmal an. Bis jetzt gibt es für die beiden Sitze bloss zwei Kandidaten: Andreas Erdin von den Grünliberalen und Karin Fehr von den Grünen. Die SP hat keinen Ersatz für Behrens gefunden. Tauchen bis Ende Januar keine zusätzlichen Kandidaten auf, sind Erdin und Fehr im Frühling gewählt. «Das kann ja nicht sein, dass die da einfach so reinrutschen», findet FDP-Präsident Stephan Weber. «Wir werden versuchen, das zu verhindern.» Die FDP ist bereits heute die stärkste Partei im Gemeinderat Wetzikon. Gemeindepräsident Urs Fischer und Hans Peter Bosshard gehören ihr an. Für Weber muss deshalb nicht zwingend noch ein FDP-Kandidat her, Hauptsache bürgerlich. Er betont aber: «Wir haben eine gute Ausgangslage mit guten Leuten.»
Die FDP-Vertreter haben sich bereits mit Kollegen aus anderen bürgerlichen Parteien «für ein informelles Gespräch» getroffen. Mehr verrät Weber nicht: weder Inhaltliches noch Personelles.
Nur einen SVP–Sitz
«Wir müssen etwas unternehmen», findet auch SVP-Präsident Mike Mayr. Es sei auch bereits etwas im Tun. «Wir treffen Abklärungen mit möglichen Kandidaten.» Gerne hätte Mayr jemanden aus den eigenen Reihen. «Wir wollen den Auftrag wahrnehmen, den wir laut Wähleranteil haben.» Heruntergebrochen auf Wetzikon, wären das zwei bis drei Sitze. Heute verfügt die SVP mit Hans Peter Beyeler bloss über einen. Bislang ist es der Partei nicht gelungen, sich in Wetzikon zu profilieren. Das soll sich unter der neuen Führung von Mayr ändern.
Zeit haben die Bürgerlichen bis Ende Januar. Dann läuft die Frist ab, bis zu der sich die Kandidaten für die Erneuerungswahlen 2010 melden können. Würde die Grüne Karin Fehr im Frühling nicht gewählt, wäre der Gemeinderat Wetzikon ein reines Männergremium. Es sei den, die Bürgerlichen stellen eine andere Frau als Sprengkandidatin auf.
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Erstellt: 14.12.2009, 04:00 Uhr
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