Greenpeace-Aktivist wieder frei: «Wir sind erlöst»
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Marion M., Ihr Lebenspartner ist soeben aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
Ja. Wir sind am Feiern. Und zwar auf dem Schiff von Greenpeace in Kopenhagen. Das Schiff hat hier gewartet, bis die Festgenommenen freikamen. Wir wohnten die letzten Tage hier. Ich bin mit Christians Eltern und unserem Sohn seit dem 2. Januar hier.
Wie geht es Ihnen?
Super.
Sie durften Ihren Lebenspartner kurz vor der Freilassung besuchen.
Wir hatten am Mittwochnachmittag einen Besuchstermin. Doch dort wussten wir noch nichts von der Freilassung. Ich hätte nie gedacht, dass es so schnell geht. Seit 18 Uhr ist er frei, jetzt ist es 19 Uhr.
Wie geht es ihm jetzt?
Wir alle sind glücklich und erlöst. Es war kein schönes Erlebnis, in Untersuchungshaft zu sein. Und das nur, weil er sich für das Klima eingesetzt hat und gesagt hat, dass man jetzt etwas machen muss.
Wie haben sie Ihrem Sohn erklärt, dass der Vater an Weihnachten nicht da ist?
Das war schwierig. Er ist noch nicht mal zwei Jahre alt. Ich konnte nur sagen, dass Tata nicht da ist. Dass der Papa lange fort bleibt.
Hat er das verstanden?
Ja. Aber wo er ist, hat er nicht begriffen. Nur, dass er lange fort ist. Jetzt ist er happy, dass Tata wieder da ist. Er war traurig, als wir ihn heute besuchen gingen und dann ohne ihn wieder gehen mussten. Der Besuch dauerte eine Stunde.
Wann kommen Sie zurück in die Schweiz?
Das ist noch offen. Alles kam so überraschend. Geplant haben wir noch nichts.
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Erstellt: 07.01.2010, 07:20 Uhr
Zürich
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