Hinwiler sind für den Masterplan
Von Nina Santner. Aktualisiert am 16.03.2010
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Das neue Verkehrskonzept, das in Hinwil Einzug halten wird, ist unspektakulär, aber wirksam. Mit überwältigendem Mehr und ohne Diskussion haben es die 276 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung von gestern Montag gutgeheissen. Anders als andere Gemeinden wird Hinwil demnach nicht auf spektakuläre Umfahrungen und Tunnels setzen, sondern auf eine neue Verkehrskultur, die sich mit dem Zauberwort Koexistenz umschreiben lässt. So dürfen Autofahrer auch in Zukunft alle Strassen in der Gemeinde benützen. Im Dorf Hinwil und in den Aussenwachten Wernetshausen, Hadlikon, Ringwil und Girenbad sind aber flächendeckend Tempo-30-Zonen vorgesehen. Beim Bahnhof Hinwil und auf dem Gemeindeplatz ist längerfristig eine Begegnungszone mit Tempo 20 geplant. Und zahlreiche zentrale Strassen in Hinwil sowie in den Aussenwachten sollen so umgestaltet werden, dass das Geschwindigkeitsniveau deutlich sinkt.
Drei Jahre lang haben Behörden und Interessierte am Masterplan gearbeitet. Dass er nun vor der Gemeindeversammlung unumstritten war und Erfolg hatte, ist auch ein Verdienst von Planungsvorstand Urs Leuthold (FDP). Er hat alle Interessengruppen mitwirken lassen und den Plan so breit abgestützt. Der Masterplan bildet nun die Basis für die Erarbeitung des kommunalen Richtplans, der 15 Jahre lang Bestand haben soll.
Unsensible Mietzinserhöhung
Die Teilrevision der Nutzungsplanung der Gemeinde Hinwil wurde mit grossem Mehr angenommen. Die Bau- und Zonenordnung wird demnach an verschiedenen Stellen angepasst. Etwa beim Strassenabstand und bei den gültigen Wald- und Bauzonengrenzen. Neu sollen Mobilfunkanlagen in erster Linie in Industriezonen erstellt und Reklamen eingeschränkt werden.
Unbestritten waren die neuen Verordnungen über die Siedlungsentwässerung sowie die Wasserversorgung, welche an neue, übergeordnete Gesetze angepasst werden mussten.
In einer Anfrage der SP Hinwil an den Gemeinderat wollte die Partei wissen, was der Gemeinderat von der Erhöhung der Mietzinse für die Alterswohnungen der Stiftung Wohnen im Alter halte. «Die Mietzinserhöhung beurteilt der Gemeinderat als gerechtfertigt. Angesichts der nahen Baustelle beim Schulhaus Meiliwiese ist sie allerdings wenig sensibel», sagte Gemeinderat Peter Sieber (CVP), zuständig fürs Ressort Gesellschaft.
Primarschule erleidet Schiffbruch
Äussert knapp mit 114 zu 113 Stimmen wies die Gemeindeversammlung den Kauf der Liegenschaft Sunnemätteli an die Primarschulpflege zurück. Den Antrag zur Rückweisung hatte die SVP gestellt, weil ihr die Kosten von 750 000 Franken zu hoch waren. Damit war auch das zweite Traktandum vom Tisch. Denn die Liegenschaft, die an die Schulanlage Oberdorf anschliesst, war die Grundlage für den geplanten Erweiterungsbau. Für die Projektierung hatte die Primarschule 470 000 Franken vorgesehen, die Kosten des Erweiterungsbaus werden auf 5,6 Millionen Franken geschätzt. Problemlos gingen die Bauabrechnung für die Sanierung der Aussenanlage des Schulhauses Hadlikon sowie die Schlussabrechnung für den Projektierungskredit für die Erweiterung der Schulanlage Meiliwiese durch.
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Erstellt: 16.03.2010, 04:00 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

