Zürich

Urs Käppeli gibt SVP-Vorstand Schuld am Eclat

Von Walter von Arburg. Aktualisiert am 17.03.2010

Der am Wochenende als Präsident der SVP Illnau- Effretikon zurückgetretene Urs Käppeli bezichtigt den Vorstand der Falschaussage. Dieser wehrt sich.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

«Der Vorstand wusste sehr wohl, dass ich auf unserer Homepage auf die Probleme zwischen Schulpräsidentin Erika Klossner und unseren SVP-Schulpflegern hinweisen werde», sagt Urs Käppeli dem «Tages-Anzeiger». «Wenn der Vorstand in den Medien verbreiten lässt, es sei nicht abgesprochen gewesen und ein Alleingang von mir, dann stimmt das nicht.» Er wirft dem Parteivorstand vor, eine Kehrtwende gemacht und ihn damit desavouiert zu haben. Den Schwenker des Vorstands erklärt sich Käppeli mit der Situation, in der sich der bisherige Vizepräsident Beat Brüngger und dessen Frau Silvia befinden. Silvia Brüngger ist Schulpflegerin und noch knapp zwei Monate im Amt. Um die verbleibende Amtszeit ohne Krach mit Erika Klossner hinter sich bringen zu können, habe der Vorstand klein beigegeben, so die Vermutung Käppelis.

Eine Frage des Stils

Als Auskunftsperson in der Angelegenheit hat die Partei SVP-Gemeinderat Hansruedi Wespi bestimmt. Dieser wehrt sich gegen die Vorwürfe Käppelis. «Wir sind zwar auch der Meinung, dass Frau Klossner nicht unschuldig daran ist, dass keine SVP-Vertreter mehr in die Schulpflege wollen. Aber in der Art, wie sich Urs Käppeli äusserte, ging er eindeutig zu weit.» Von einer Kehrtwende der Parteispitze könne nicht die Rede sein. Der ehemalige Präsident habe sich mit seinem Stil, der nicht jener der SVP Illnau-Effretikon sei, selbst in diese Situation manövriert.

Urs Käppeli trat am Sonntag als Präsident der örtlichen SVP zurück und zugleich aus der Partei aus. Sein Mandat als Illnau-Effretiker Gemeinderat will er aber wahrnehmen – als Parteiloser. Er werde bürgerlich und nicht gegen die SVP politisieren. «Dafür sind mir die Anliegen der Partei zu sehr Herzensangelegenheit.»

Wer Nachfolger Käppelis an der SVP-Parteispitze wird, ist laut Wespi noch offen. Mehrere Kandidaten stünden zur Wahl. Den Entscheid fällt die Parteiversammlung Ende April. Bereits am 22. März findet eine Aussprache zwischen der SVP-Spitze und Schulpräsidentin Erika Klossner statt.

Mehr Nachrichten und Hintergründe aus dem Oberland gibt es täglich auf den Regionalseiten im zweiten Bund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an oberland@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 17.03.2010, 04:00 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.


Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Lokale Suche

Marktplatz