Zürich

Werner Egli nimmt im Ustermer Stadtrat Platz

SVP, GLP und Grüne kämpften um den frei gewordenen SVP-Sitz im Ustermer Stadtrat. Die SVP siegte mit komfortablem Vorsprung.

Kaum gewählt und schon am Telefon: Der neue Ustermer Stadtrat Werner Egli (SVP) nimmt erste Gratulationen entgegen.

Christoph Kaminski

Wahlen Kanton Zürich 2010

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«Wir haben viel getan für diese Wahl und bis zuletzt gekämpft. Noch am Samstag haben wir in der Stadt SVP-Guetsli verteilt», sagte gestern im Stadthaus Werner Egli (SVP). Auf die Leinwand im Foyer wurde zu diesem Zeitpunkt das abschliessende Ergebnis der Stadtratswahlen projiziert. Die SVP konnte zufrieden sein. Das drittbeste Resultat erreichte der bisherige SVP-Stadtrat Hans Streit, Egli belegte den fünften Platz vor dem bisherigen Thomas Kübler (FDP). Er sei sehr zufrieden mit dem Resultat, sagte Egli. Besonders freue ihn, dass Parteikollege Hans Streit die «Bronzemedaille geholt» habe.

Grund zum Strahlen hatte – was die Stadtratswahlen betrifft – auch die SP. Ihr Zugpferd, Stadtpräsident Martin Bornhauser, schwang mit 4206 Stimmen als Stadtrat und 3702 als Stadtpräsident obenaus. Gefolgt von Parteikollegin Barbara Thalmann (3787). Auf Hans Streit (3733) auf dem dritten Platz folgte die Dritte im SP-Stadtratsbund: Esther Rickenbacher (3725). «Die Konstanz im Stadtrat ist gewahrt», stellte Martin Bornhauser nüchtern fest. Die bisherige Zusammensetzung mit drei SP, zwei SVP, zwei FDP-Vertretern bleibt bestehen. «Spannend ist für den Stadtrat, wie sich der Gemeinderat zusammensetzen wird», sagte Bornhauser. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit dem Parlament verbessert werden könne und das Vertrauen in den Stadtrat wieder zunehme. «Ein Klima des Misstrauens hilft niemandem.» Barbara Thalmann, die bei den letzten Wahlen nur mit wenigen Stimmen Vorsprung vor dem SVP-Kandidaten Rolf Denzler in den Stadtrat gewählt worden war, sagte: «Das ist ein urbanes Wahlresultat. Ich freue mich auf die kommende Amtsperiode, schliesslich bin ich jetzt ja gut eingearbeitet.» Ihr damaliger Konkurrent Denzler ist heute SVP-Fraktionspräsident und erklärte sich das gute Abschneiden seiner Partei so: «Die Arbeit der SVP und des Stadtratskandidaten trägt Früchte. Wir sind nahe beim Volk, nehmen dessen Nöte und Anliegen ernst und pflegen den Kontakt zu unserer Basis.»

GLP und Grüne ohne Chance

Bei der FDP hielt sich die Freude über die Resultate ihrer zwei bisherigen Stadtratsmitglieder in Grenzen. Thomas Kübler lag auf dem letzten Platz, und seine Parteikollegin Sabine Wettstein, die als Primarschulpräsidentin im Stadtrat Einsitz nehmen wird, erzielte das zweitschlechteste Resultat aller Schulpflege-Kandidatinnen und Kandidaten. «Vielleicht liegts am Ressort», sinnierte Bauvorstand Kübler. «Vor vier Jahren lag ich an drittletzter Stelle.» Als Bauvorstand stehe er mehr als andere Exekutivmitglieder in der Öffentlichkeit und werde regelmässig kritisiert. Das bringe das Amt halt mit sich.

Er sei «leicht enttäuscht» sagte Stadtratskandidat Thomas Wüthrich (Grüne). Mit seinen 2397 Stimmen lag er 500 Stimmen hinter dem Grünliberalen Benno Scherrer – und knapp 400 Stimmen vor Sabine Wettstein, die gar nicht für den Stadtrat kandidiert hatte, sondern für das Primarschulpräsidium. Aber das hatten die Wähler offenbar nicht begriffen.

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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 07.03.2010, 21:54 Uhr

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