Besetzer ziehen aus Küsnacht ab
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Wie typische Hausbesetzer aus der linken Szene benahmen sich die zehn Künstler, bei ihrem erzwungenen Auszug aus der Küsnachter Raphael-Klinik nicht. Gestern Abend um 17:30 Uhr, eine halbe Stunde vor Ablauf des Ultimatums, trugen sie Abfallsäcke zum Container im Hof, fein säuberlich mit Gebührenmarken versehen. «Sie benehmen sich vernünftig», rapportierte Hauswart Walter Tinner. Beat Badertscher, der Verwaltungsratspräsident der Klinik Pyramide am See, der das Gebäude gehört, hatte ihn zur Kontrolle hergeschickt.
Auch den Hausschlüssel gaben die Hausbesetzer zurück. Wie sie in dessen Besitz gekommen waren, wollten sie nicht sagen. «Wir haben aber fest damit gerechnet, im Haus vorübergehend Wohnen und Arbeiten zu dürfen», sagte der Sprecher der Truppe. «Sonst hätten wir die Klinik nicht besetzt.» Man habe seit dem Einzug Ende Juli viel investiert und Handwerker ins Haus bestellt.
Neue Besetzer stehen bereit
Dass die Gemeinde Küsnacht die Besetzer nicht im Gebäude wohnen lassen wollte, weil sich dieses in der Zone für öffentliche Bauten befindet, hat sie überrascht. Die von den Besitzern gesetzte Auszugsfrist sei zu kurz gewesen, um einen anderen Nutzungsvertrag auszuhandeln. Ein Anwalt habe bereits einen Vertrag zur zonenkonformen Nutzung der leer stehenden Klinik als reines Atelier aufgesetzt. «Wir hätten sie gerne als Sommerakademie genutzt und Lesungen organisiert.»
Die nächsten Besetzer würden nun bestimmt bald einziehen. «Gestern Nacht wurde eine Scheibe eingeschlagen. Die sind bestimmt am Auskundschaften», sagt der Sprecher. Badertscher hat noch gestern die Schlösser auswechseln lassen und fordert nun von der Gemeinde regelmässige Polizei-Patrouillen.
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Erstellt: 31.08.2010, 21:42 Uhr


































