Freunde der Schönau hoffen auf Heimatschutz

Das Nein der Erlenbacher zur «Schönau-Initiative» wird nicht umgestossen. Dafür bleibt das Restaurant bis Ende Sommer offen – länger als geplant.

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Ende März sollte das Restaurant Schönau an der Erlenbacher Schifflände dicht machen. Denn die neue Besitzerin will das Gebäude künftig als privates Wohnhaus nutzen. Nun hat Pächter Marc Wyss eine Gnadenfrist erhalten: Die Schönau bleibt bis Ende August offen und bewirtet somit noch eine letzte Sommersaison lang Gäste am See. Den verlängerten Betrieb haben die Besucher dem Zürcher Heimatschutz zu verdanken. Weil dieser Rekurs gegen den Umbau der Schönau eingelegt hat, verzögert sich die Baubewilligung. Das ist die gute Nachricht für alle, die das Restaurant noch länger geniessen wollen. Die schlechte Nachricht: Beim Kampf um die Verhinderung der Umnutzung in ein Privathaus müssen die Schönau-Freunde eine Niederlage einstecken. Der Bezirksrat hat gemäss einem Bericht der «Zürichsee-Zeitung» einen Stimmrechtsrekurs gegen die Schönau-Gemeindeversammlung im Dezember abgewiesen.

Der Stimmrechtsrekurs kam zu spät

Damals lehnten die Erlenbacher die Schönau-Initiative, mit der das Ende des Restaurantbetriebs hätte verhindert werden sollen, knapp ab. Initiant Raymond Stark legte daraufhin einen Stimmrechtsrekurs ein. Seiner Meinung nach hatte der Gemeinderat rechtswidrig gehandelt, indem er die Initiative zusammen mit seinem Gegenvorschlag in ein einziges Geschäft verpackte. In seiner Beschwerde an den Bezirksrat forderte Stark eine erneute Abstimmung – vergebens.

Der Bezirksrat trat gar nicht auf die Beschwerde ein. Sie sei zu spät eingereicht worden, heisst es. Stark hätte schon vor der Gemeindeversammlung handeln müssen, als die Abstimmungsmodalitäten bekannt wurden. Das war im Oktober der Fall, Stark gelangte aber erst im Dezember an den Bezirksrat. Die Frist war zu jenem Zeitpunkt längst abgelaufen.

Stark überzeugt diese Argumentation zwar nicht, er will den Entscheid aber nicht weiterziehen. «Die Aussichten auf einen Erfolg sind zu gering», sagt er. «Die Sache ist nun für mich abgeschlossen.» Allerdings verfolgt der Erlenbacher mit Interesse, wie es dem Heimatschutz mit dessen Rekurs ergeht. «Ich bin noch guter Hoffnung», sagt er. (miw)

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Erstellt: 17.02.2009, 20:31 Uhr

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