Generalstabsmässig organisiert
Von Lorenzo Petrò. Aktualisiert am 07.09.2010 1 Kommentar
Ivo Wegmann ist zufrieden. Trotz Regen am Eröffnungswochenende verzeichnete der Beef-Organisator dieses Jahr einen Besucherrekord. An die 120'000 Menschen aus der ganzen Schweiz fanden den Weg an die fünfte Ausgabe des zweiwöchigen Fleischrind-Festes am Pfannenstiel. Wegmann freut speziell, dass der Rekordwert von 26'000 Eintritten bereits am ersten Sonntag erreicht wurde. «Ein wunderschöner Tag», sagt er. Das ist erstaunlich, hatte doch in der Nacht zuvor wegen strömenden Regens die Stützpunktfeuerwehr Meilen noch für die Beef im Einsatz gestanden.
Fünf Autos mussten aus dem Morast gezogen werden. «Alles Fahrer, die sich nicht an unser Schlechtwetter-Parkkonzept gehalten und wild parkiert haben», betont der Organisator. Die fünfte Person sei eine Junglenkerin gewesen, «die noch etwas wilder parkiert hat als die anderen». Um zu verhindern, dass Autos im Schlamm versinken, war bei Regen das Parkieren nur direkt an einer befestigten Strasse zugelassen. Die grösseren Parkflächen auf Stoppelfeldern und Wiesen wurden gesperrt. «Ein Konzept, das sich sehr gut bewährt hat», wie Feuerwehr-Sprecher Peter Bösch bestätigt. Dieser stellt den Veranstaltern ein gutes Zeugnis aus. Bereits vor drei Monaten seien sie mit Vorschlägen zu allen nötigen Sicherheitsaspekten, etwa für die Verkehrsführung und die Abläufe bei allfälligen Sanitätseinsätzen, auf Gemeinde und Feuerwehr zugekommen.
Drei Wochen lang aufräumen
Von den Regenfällen zu Beginn war gestern nichts mehr zu spüren auf der HohenÂegg. Im Gegenteil: Es ging eher staubig zu und her am ersten Tag der Aufräumarbeiten. Das Wetter war im weiteren Verlauf des Festes schön geblieben. «Auf zwei Regentage sind acht mehrheitlich sonnige gefolgt», resümiert Wegmann. Da wundert es nicht, dass am Abschluss-Sonntag noch einmal rund 25'000 Menschen die Beef besuchten. Wie viel Fleisch aus der propagierten Mutterkuhhaltung die Gäste während der zehn Tage in den 14 Restaurants verspeist haben, kann Wegmann noch nicht sagen. «Darum kümmere ich mich, wenn die Aufräumarbeiten vorbei sind.»
Hunderte Festbänke, Abfalleimer und PET-Sammelbehälter stellten die Arbeiter gestern zusammen. Noch drei Wochen werden die rund 150 Helfer damit beschäftigt sein, sämtliche Zelte, Holzhütten, Wege, Weidezäune und Leitungen abzubauen, sodass aus dem Festgelände wieder Landwirtschaftsland wird. Wegmann hofft, dass auch diese Zeit unfallfrei über die Bühne gehen wird. «Gott sei Dank sind wir bisher davon verschont geblieben.»
Gelände wird umgepflügt
Damit das Landwirtschaftsland keinen Schaden nimmt, waren die Wege auf dem Festgelände mit Bodenplatten ausgelegt. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass die schweren Maschinen und vielen Besucher den Boden verdichteten. Deshalb wird das Gelände, für das man alles tat, damit es während des Festes nicht zum Acker wird, umgepflügt. Dann wird neue Wiese angesät. So kann die Beef in drei Jahren am gleichen Ort stattfinden.
Für Wegmann gibt es schon früher wieder etwas zu tun: Bereits nächstes Jahr im August geht die Beef 11, eine regionale und kürzere Ausgabe, im neuenburgischen Cernier über die Bühne.
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Erstellt: 06.09.2010, 20:45 Uhr


































