Zürich

Jugendbande aus Stäfa verhaftet

Von Michel Wenzler. Aktualisiert am 01.04.2010

Rund um den Pfannenstiel hat eine Gang in kurzer Zeit mehrere Raubüberfälle verübt. Die Täter gingen dabei äusserst brutal vor.

Artikel zum Thema

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Die Kantonspolizei hat eine neunköpfige Bande verhaftet, die für eine Reihe von Raubüberfallen am Zürichsee und im Zürcher Oberland verantwortlich ist. Die Gang hat zwischen Oktober und Dezember sechsmal zugeschlagen – jeweils in unterschiedlicher Zusammensetzung. In Stäfa bedrohten die jungen Männer nachts einen VZO–Buschauffeur mit einer Pistole und forderten dessen Kasse. Als der Fahrer den Alarm auslöste, schlugen sie ihm die Waffe über den Kopf. Wenige Tage später überfielen die Täter das Pub «Smallplace» in Hombrechtikon. Dabei sprühten sie der Wirtin mit einem Pfefferspray ins Gesicht, ihren Mann zwangen sie mit einer täuschend echten Pistolenattrappe dazu, Geld herauszugeben. In Stäfa versuchte die Bande, ein weiteres Restaurant auszurauben. Zudem überfielen sie die Bahnhofskioske von Wetzikon, Bubikon und Männedorf.

40'000 Franken Beute

Im Dezember, unmittelbar nach dem Überfall auf den Männedörfler Kiosk, nahm die Polizei vier Täter fest. Inzwischen hat sie fünf weitere junge Männer verhaftet, wie sie gestern bekannt gab. Die Gruppe hatte bereits einen weiteren Raubüberfall geplant. Zudem hat sie mehrere Einbrüche, Diebstähle, Sachbeschädigungen und Strassenverkehrsdelikte begangen. Insgesamt hat sie Wertsachen von rund 40 000 Franken erbeutet und 7000 Franken Sachschaden angerichtet.

Bei den Tätern handelt es sich um vier Schweizer, einen Serben, einen Iraker, einen Algerier, einen Türken sowie um einen Kosovaren im Alter von 19 bis 23 Jahren. Die meisten seien aus Stäfa, sagte Werner Schaub, Mediensprecher der Kantonspolizei, gegenüber dem TA. War es die «Stäfa City Crew»?

Vermutlich handelt es sich bei der Bande um die «Stäfa City Crew», die im Dorf schon seit längerem ihr Unwesen treibt. Sie fiel zunächst durch Sprayereien an Hauswänden und in der Bahnhofunterführung auf, soll aber auch die Anwohner des Spittel-Quartiers tyrannisiert haben. Den Stäfner Behörden und der Jugendarbeit waren diese Probleme bekannt. Sie beobachteten die Szene, gingen aber davon aus, dass sich die Gruppierung früher oder später auflösen würde.

Dem war aber offenbar nicht so. Während der Ermittlungen sei die «Stäfa City Crew» genannt worden, sagte der zuständige Staatsanwalt Markus Imholz im Januar, einen Monat nach dem Überfall auf den Kiosk in Männedorf. Ob die gefasste Bande gar identisch mit der «City Crew» ist, war gestern Mittwoch nicht in Erfahrung zu bringen. Bei der Staatsanwaltschaft war niemand für eine Auskunft erreichbar.

Mehr Nachrichten und Hintergründe vom rechten Seeufer gibt es täglich auf den Regionalseiten im zweiten Bund des Tages-Anzeigers. Schreiben Sie direkt an staefa@tages-anzeiger.ch (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.04.2010, 04:00 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.