Luxus-Spielplatz wird erst im Sommer eröffnet
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Auf die Eröffnung des luxuriösesten Spielplatzes der Goldküste am Osterwochenende hat manches Meilemer Kind hingefiebert. Hinter den rot-weissen Absperrlatten beim Schulhaus Allmend an der Ormisstrasse warten ein Wasserlauf, Kiesflächen, Kletterbäume und ein Grillplatz darauf, in Beschlag genommen zu werden. Auf den Bänken unter dem Sonnensegel können Eltern, während ihre Kinder herumturnen, eine herrliche Aussicht auf Meilen, See und Berge geniessen.
Doch die Gemeinde muss die sehnsüchtig Wartenden enttäuschen. Sie hat die fürs Osterwochenende geplante Eröffnung um mehr als zwei Monate auf den 1. Juli verschoben, wie ein Anschlag an den Absperrlatten seit wenigen Tagen verkündet. «Es wäre schade, den Spielplatz zu eröffnen, bevor der Rasen satt und dicht ist und die Büsche gut angewachsen sind», erklärt Gemeindeschreiber Didier Mayenzet. Tatsächlich herrschen auf dem Spielplatz derzeit noch Brauntöne vor. «Beim erwarteten Ansturm hätte die Gefahr bestanden, dass es das ganze Jahr dabei bleibt», so Mayenzet. «Sonst ist aber alles fertig.» Kurz vor den Sommerferien werde der Spielplatz mit einem Fest eingeweiht. Fertig ist auch das Toilettenhäuschen, das die Meilemer Gemeindeversammlung vor exakt einem Jahr zusätzlich zum 370'000 Franken teuren Spielplatz auf einen Änderungsantrag hin mit deutlicher Mehrheit bewilligt hat. Der Meilemer Architekt Oliver Spiess hat es in Form eines Rebhäuschens erstellt. «Schliesslich befindet sich gleich unterhalb des Spielplatzes ein Rebberg», sagt er.
Elternverein sorgt für Ordnung
Im Häuschen ist Platz für eine behindertengerechte Toilette sowie zwei Abstellkammern. Eine für den Unterhalt der Gartenanlage und eine für den Elternverein, auf dessen Initiative hin der Spielplatz erstellt wurde. Der Verein ist für die Ordnung und Sauberkeit auf dem Spielplatz zuständig.
Dass die Eltern mit diesem Job nicht unterbeschäftigt sein werden, zeigen die Bierdosen und Zigarettenstummel, die Anwohner bereits hinter dem Absperrzaun ausgemacht haben wollen. Denn dieser Zaun ist leicht zu überwinden, speziell für die Älteren unter den sehnsüchtig wartenden «Kindern».
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Erstellt: 30.03.2010, 04:00 Uhr


