Rund ein Fünftel stimmt online ab

Von . Aktualisiert am 10.02.2009 1 Kommentar

Nach drei Abstimmungen ist die Gemeinde Männedorf vom E-Voting immer noch überzeugt. Am Sonntag stimmten rund 950 Bürger per Internet ab.

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Seit der Einführung des E-Voting im September 2008 hatten die Männedörfler Stimmberechtigten zum dritten Mal die Möglichkeit, per Internet zu wählen und abzustimmen. Davon machten sie vergangenen Sonntag auch regen Gebrauch: Rund ein Fünftel der Stimmen seien über das Internetportal eingegangen, sagt die stellvertretende Gemeindeschreiberin Katharina List. Dies entspricht bei einer relativ hohen Stimmbeteiligung 952 Personen. Gegenüber der ersten Abstimmung sei dies zwar ein Rückgang von fast 10 Prozent, dieser entspreche jedoch den Erfahrungen aus den anderen der dreizehn Testgemeinden im Kanton. «Die Leute waren anfangs wohl neugierig auf das System», sagt List. Damals erreichte Männedorf die höchste Stimmbeteiligung im Bezirk, während diese an den letzten zwei Daten durchschnittlich ausfiel.

«Hoffen auf Weiterführung»

Nach rund vier Monaten E-Voting sei man auf der Gemeinde mit dem neuen System «durchwegs zufrieden», wie List sagt. Einzig mit dem persönlichen Code für das Onlineportal hatten einige Wähler Probleme – dieser war nach dem Freirubbeln nicht immer leserlich. Trotzdem habe die Gemeinde überwiegend positive Rückmeldungen erhalten. Man verspreche sich nicht nur neue und junge Wähler, den Wahlbüros werde auch viel Arbeit abgenommen. «Wir hoffen, dass der Kanton das Projekt in Männedorf weiterführt.»

Dies ist laut Felix Bosshard, dem Projektleiter E-Voting des Kantons Zürich, beabsichtigt. Das E-Voting sei bis jetzt mit einem durchschnittlichen Anteil von 20 Prozent im Kanton sehr gut verlaufen. Ob man tatsächlich neue Wähler angelockt habe, würden erst die statistischen Auswertungen nach der kommenden Mai-Abstimmung zeigen, sagt Bosshard.

Es sei aber schwierig, die Auswirkung des E-Voting auf die Stimmbeteiligung abzuschätzen. Diese hänge von vielen Faktoren ab und werde stark durch den Inhalt einer Vorlage beeinflusst. Als nächste Hürde stehen nun die Gesamterneuerungswahlen in den Gemeinden auf dem Programm. Zudem sollen auch die Auslandschweizer – in Männedorf sind es rund 170 – online abstimmen können. Dies wird auch von anderen Kantonen angestrebt: In Genf hat das Volk soeben eine entsprechende Vorlage angenommen. (sih)

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Erstellt: 10.02.2009, 21:33 Uhr

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1 Kommentar

Verena Koch

11.02.2009, 08:34 Uhr
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Das e-voting ist eine tolle Einrichtung.Nur so kann ich vom Ausland aus,meinem Wahlrecht nachkommen. Tolle Idee. Verena Koch-Siegenthaler Antworten



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