Zürich

S-Bahn: Nervige Daueransage im Morgenverkehr

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 09.10.2008

Wieder eine Panne in der S-Bahn. Dieses Mal kamen die Passagiere zwar pünktlich ans Ziel, wurden während der Fahrt aber pausenlos beschallt – nicht von sanfter Musik, sondern von einer nervigen Durchsage.

«Wir waren froh, als wir endlich aussteigen konnten»: Pendler der S7 wurden heute Morgen auf der Fahrt von einer Dauerdurchsage berieselt.

«Wir waren froh, als wir endlich aussteigen konnten»: Pendler der S7 wurden heute Morgen auf der Fahrt von einer Dauerdurchsage berieselt.

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«Ich war heute Morgen um 7.10 Uhr von Rapperswil nach Zürich unterwegs, als ich von der automatischen Ansage freundlich begrüsst wurde – aber nicht nur einmal, sondern Dutzende Male», schildert ein Zürcher Pendler seine Erlebnisse gegenüber Tagesanzeiger.ch. Immer wieder habe die Dame ab Band die Passagiere in der S7 nach Meilen, Stadelhofen, Kloten und Winterthur begrüsst und ihnen eine gute Fahrt gewünscht, «am Ende konnte ich die Durchsage auswendig mitreden».

Die Leute im Abteil seien sichtlich genervt gewesen, weil die Durchsage auch unangenehm laut aus den Boxen dröhnte – und das im vollbesetzen Zug so früh am Morgen. «Irgendwann hat sich der Lokführer gemeldet und sich für das Malheur entschuldigt», so der Pendler weiter. «Er sagte, er könne leider den Stecker nicht rausziehen und wünsche uns trotzdem eine gute Fahrt. Sie können sich vorstellen, dass wir alle froh waren, als wir endlich im Hauptbahnhof ankamen und aussteigen konnten.»

Übertragungsfehler zwischen den Zugskompositionen

Einen Stecker hätte der Lokführer tatsächlich nicht ziehen können, denn wie sich herausstellte, war ein technisches Problem die Ursache des Ganzen. «Es handelte sich um ein Übertragungsfehler zwischen den einzelnen Zugskompositionen. Irgendwo zwischen den aneinander gehängten Wagen muss sich diese Störung eingeschlichen haben», erklärt Roman Marti, Mediensprecher der SBB. So kam es, dass sich die Durchsage nach jedem Halt des Zuges viermal wiederholt hat. In Winterthur wurden die Züge getrennt und so konnte der Fehler behoben werden. «Das ist ein sehr seltener und exotischer Fall, für den wir uns sehr entschuldigen», betont Marti, «es war selbstverständlich nicht unsere Absicht, die Passagiere auf diese klassischen Pendlerstrecke mit derlei Durchsagen zu berieseln.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.10.2008, 13:06 Uhr

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