Zürich
Unfall mit Fahrerflucht am Ironman – Polizei sucht Triathlet
Von Patrik Berger. Aktualisiert am 26.07.2010 52 Kommentare
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Beim Ironman Switzerland kam es gestern Morgen in Uetikon am See auf der 180 Kilometer langen VeloÂstrecke zu einem folgenschweren Zwischenfall. Um 9.30 Uhr überquerte eine 85-jährige Frau bei der Weingartenstrasse einen Fussgängerstreifen. Ein Triathlet, der auf der Tramstrasse in Richtung Meilen unterwegs war, kollidierte mit der Fussgängerin.
Die Frau stürzte und zog sich laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Kopfverletzungen zu. Sie musste mit der Sanität ins Spital gebracht werden. Der Velofahrer kam beim Zusammenprall ebenfalls zu Fall. Er stieg aber wieder aufs Rad und setzte das Rennen fort, ohne sich um die Frau zu kümmern. Während der Unfallaufnahme kam es zu Behinderungen im Busverkehr.
Triathlet hat sich nicht gestellt
Die Identität des flüchtigen Triathleten ist der Polizei auch am Tag nach dem Unfall nicht bekannt. «Die Ermittlungen der Polizei sind nach wie vor im Gang», erklärt Kapo-Sprecherin Silvia Killias auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Die Polizei sucht deshalb weiterhin Personen, die Angaben zum Unfallhergang und insbesondere zum unbekannten Velofahrer machen können (Telefon 044 938 30 10).
Die übrigen Sportler konnten den Ironman ohne Einschränkungen absolvieren. Von diesem Unfall abgesehen zieht die Kantonspolizei ein positives Fazit des Grossanlasses.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.07.2010, 20:33 Uhr
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52 Kommentare
@Erica Bianco: Es gibt zwei Fragen - die Entstehung (und Verschuldung) des Unfalls, und was genau nach dem Unfall geschehen ist. Für die erste Frage ist es entscheidend, ob ein Streckenposten da war. Für die zweite muss zuerst die erste geklärt werden. Wir wissen über beide Fragen wir zu wenig für eine Vorverurteilung. Ich halte mich ans Schweizer Recht der Unschuldsvermutung, nicht der Hexenjagd. Antworten
@Jakob Huber: Sie haben natürlich Recht - dieser Fahrer war ja gar nicht egoistisch. Wie konnte ich darauf kommen? Wenn ich sage, dass es irrelevant ist, ob jemand Posten gestanden hat oder nicht, meinte ich, dass man als Fahrer seine Verantwortung wahrnehmen soll, ob jemand zusieht oder nicht. Antworten
@Erica Bianco: Nein, dieser Unfall hat NICHTS mit dem Bielersee-Vorfall zu tun. Das eine war ein Athlet in einer organisierten Sportveranstaltung, das andere ein Ego-Raser. Natuerlich gilt beim Triathlon das Strassenverkehrsgesetz, aber der Triathlet muss erwarten koennen, dass Fussgaengerstreifen abgesichert sind. Sonst ist kein Rennen moeglich. Ob jemand Posten gestanden hat ist SEHR relevant! Antworten
Als Österreicher bin ich mal ganz zufällig über diese Nachricht gestolpert und war, ganz ehrlich, erschüttert über die Kommentare. Wer seid ihr Leser des TA? Radrennen, Ironman sinnlos? Wohin führt diese Einstellung? Sind Fussballspiele auch sinnlos? Was ist mit Kunst? Nicht alle Sportler sind Egoisten/Egomanen, so eine flache Verallgemeinerung! Nicht jeder Triathlet wäre weitergefahren! Antworten
@Ueli Eichenberger: denken Sie auch so über den Vorfall vom Bielersee? Es geht in die gleiche Richtung. Dass Sie dieses Verhalten nicht nur verstehen sondern auch noch unterstützen stimmt mich sehr nachdenklich. Ob jemand Posten gestanden hat oder nicht ist irrelevant. Das Verhalten dieses Menschen war ganz einfach falsch und alles andere als vorbildlich. Antworten
In erster Linie kann man der Dame nur wünschen dass sie den Unfall gut übersteht. Zum anderen sage ich als Triathlet und Person welche mehrere Veranstaltungen als Ordner beendet hat, dass es immer auf den Einzelfall drauf ankommt. Pauschale Schuldzuweisungen sind fehl am Platz, was ich dem Triathleten ankreide ist, dass er sich nicht um die Person gekümmert hat. Antworten
Dieser Triathlet mag ein Athlet sein, beim Sportsgeist hapert's aber gewaltig. Sein Verhalten war nicht nur unsportlich, sondern schändlich. Ein paar verlorene Sekunden oder Minuten waren wichtiger als Hilfe für das Opfer. Der Kerl soll sich schämen. Antworten
Lieber Triathlet: bitte melden, so anständig sollte man schon sein! ABER: Bei SOLCH einem Ereignis sollte die Strecke sicher sein - für Athlethen und Zuschauer/Passanten. Habe selbst gesehen, wie sich Passanten an Streckenposten vorbei auf die Fahrbahn gedrängt haben, wie die Stasse nicht rechzeitig frei wurde, weil zu viele auf einmal durchgelassen wurden, dass Übergänge unübersichtlich waren... Antworten
Fakt ist die Dame ist Schuld.Hätte der Athlet warten sollen bis sie sich entschuldigd? Fakt ist auch das wenig geschrieben wird über die Situation,war wirlich niemand in der Gegend,Kein Zuschauer?Wohl unglaubwürdig. Den Athlet hier etwas zu unterstellen ist genau so blöd wie die Oma wegen versuchte Körperverletzung am Athleten zu verklagen.Ein Unfall der zu bedauern ist, nicht mehr, nicht weniger Antworten
Gewinnen um jeden Preis? Der Wert des Menschen in Frage gestellt, Was ist das für eine Zeit in der wir leben. Geld/Gier/Macht.. Geld reGIERT... Mensch und Natur kollabiert. wie lange kann das noch gut gehen. Stress-test bestanden, trotzdem viele Menschen mit Depression, Burnout - Amok Suizid? Warum wir so reich sind? Reichtum o Leistung Armut ohne Schuld? 2010 gg. Armut Wohlstandsverwahrlosung? Antworten
Dass der Sportler sich nicht sofort um die Frau gekümmert hat und im Wettkampfeifer lediglich wieder aufstieg und weiterfuhr, ist sogar noch etwas nachvollziehbar, aber das sich der Sportler nicht nachträglich meldet und seine Verantwortung übernimmt, zeugt doch von einem miesen Charakter. Über die Schuldfrage, sollen die dazu autorisierten Stellen entscheiden und nicht die Komentarschreiber. Antworten
@rainerhueppi: gerade autofahrer lassen jeglichen respekt gegenueber rad(renn)fahrer vermissen, schon mal zb fruehmorgens um den see geradelt, ohne von autos angehupt oder abgedraengt zu werden? solch hirnloses verhalten der autofahrer macht die radler genauso aggressiv, und "man" wundert sich dass diese auch ruecksichtsloser fahren ...ist aber keine entschuldigung fuer den fahrerflucht-triathlet! Antworten
@Rainer Hüppi: Reiner Egoismus des Autofahrers. Was bringt es der Gesellschaft, wenn sie mit ihrem Auto die Strassen verstopfen und die Luft verpesten? Bringt niemanden wirklich etwas, ausser dess sie ihre persönlichen Bedürfnisse befriedigen können. Antworten
@Friedrich Wolf und andere: Reglement auf Ironman.ch: "In der Schweiz können Strassen nicht gänzlich gesperrt werden und es ist jederzeit mit Verkehr zu rechnen. Die Verkehrsregeln und das schweizerische Strassenverkehrsgesetz sind strikt einzuhalten. Wer zum Beispiel die Sicherheitslinie überfährt, wird disqualifiziert! " Antworten
der Mediendienst der Kantonspolizei schreibt: "Auch an einem Anlass wie dem Ironman-Switzerland gelten die Regeln des Strassenverkehrsgesetzes. D.h. grundsätzlich hat man als Fussgänger auf einem Fussgängerstreifen Vortritt, wobei von allen Strassenverkehrsteilnehmern Rücksichtsnahme erwartet wird. Ebenso steht im Gesetz "sind Personen verletzt, so haben alle Beteiligten für Hilfe zu sorgen..."" Antworten
Solange unsere Spass - und Sauglattismussgesellschaft es für nötig befindet auf öffentlichen Strasse unnütze Rennen abzuhalten, ( Rennen sind ja eh immer unnütz denn ausser Einschränkungen für die übrigen Strassenbenützer bringen sie ja niemanden wirklich etwas, ausser dem Sportler der sein EGO ein bisschen stärken kann.) ist wohl immer mit solchen Unfälle zu rechnen. Antworten
@Beat Meier: Die Dame war nicht vortrittsberechtigt, denn die Strasse war für den Wettkampf gesperrt - somit frei für den Sportler, gesperrt für die Dame. Das ist so, als wäre jemand bei einem Schwimmwettbewerb auf die Bahn gesprungen - der Schwimmer kann dann auch nichts dafür wenns zur Kollision kommt - die Bahn war ja schliesslich für ihn freigemacht worden. Antworten
Es wird so viel dumm und rücksichtslos geschwätzt hier! - Wer hier weiss, ob es eine Fussgängerstreifensicherung gab? Wer weiss, ob die Dame dem Radfahrer "ins Rad gelaufen" ist? Tatsache ist, dass ein Radfahrer (Wettkampf hin oder her!) auf einem Fussgängerstreifen einen vortrittsberechtigten Menschen verletzt hat und geflohen ist. Das Fliehen ist charakterlich lumpig und verboten. Antworten
sehr fragwuerdige tria-organisation: obwohl gross kasse gemacht wird (startgeld pro athletIn CHF 657.-, innert 4 wochen startplaetze ausgebucht) kein absperren der strecke!! klar ist der athlet der nach der kollision mit der rentnerin einfach abhaut ein riesen-feigling, aber bei diesen tempi (schnitt 50-60km/h) muss ja fast was passieren! selber (amateur)triathlet & kollisionen nur knapp vermieden Antworten
Es scheint heute normal, nach einem verursachten Unfall das Weite zu suchen. Im Zuge eines seit Jahren anhaltenden Wertezerfalls wissen wir überhaupt nicht mehr, was Eigenverantwortung ist. An deren Stelle ist die Egomanie getreten. Und wenn die dann mal danebengeht, sind sowieso andere schuld. Brave new world! Antworten
der betagten Frau gute Erholung. An die Veranstalter ein "Pfui". Warum werden bei Fussgängerstreifen während der Rennen nicht Lotsen (ähnlich der Schülerlotsen) eingesetzt? Müssen die Schnelleren und Rücksichtslosen immer mehr Rechte haben?? Antworten
Irgendwie kann ich den Sportler verstehen. Ein Jahr lang vorbereitet und dann läuft plötzlich eine ältere Dame über die Rennstrecke. Sofern jemand in der Nähe war um ihr beizustehen, kann er weiterfahren, sollte sich dennoch am Ende des Rennens melden. Ihr glaubt doch nicht im Traum dran, dass Contador/Schleck an der Tour de France angehalten hätten wenn sie in einen Zuschauer reingedonnert wären? Antworten
Im Reglement steht klar, dass die Strassenverkehrsregeln gelten, dh. Vortritt für Fussgänger. Also ist der Sportler der dumme. Dass dies aber passieren musste ist auch der Fussgängerin anzulasten: Uninformiert und allen visuellen "Hinweisen" zum Trotz finden sich leider immer wieder Passanten auf Rad- wie auf Laufstrecke... Sie hat ja wohl vorher schon Radfahrer an sich vorbeibrettern sehen. Antworten
Erstaunlich, dass mehrere Schreiber kein Problem damit haben, dass der Sportler nicht abgestiegen ist um mindestens seine Personalien zu hinterlassen. Im Bereich des Schulhauses Hohl wurden in den letzten Jahren 3 mir bekannte Kinder angefahren (Fahrverbotsbereich, auch für Velos) ohne dass die Velofahrer das für nötig befunden hätten. Tja, anscheinend zählt das Ziel, nicht der Weg dorthin. Antworten
Fahrerflucht? Ich denke, ich höre nicht recht. Jetzt soll er sich auch noch 'stellen'? Ich nehme an, der Betreffende wird sich nun mehrmals überlegen, ob er sich das antut, er ist ja bereits vorverurteilt. War denn die Strecke nicht abgesichert? Hat niemand beim Fussgängerstreifen Posten gestanden, der die Leute sicher über die Strasse schicken oder geleiten konnte? Bitte um ein 'update', Danke. Antworten
als aktiver triathlet: WO waren da die streckenposten ??? diejenigen, welche "ablästern" haben wohl noch nie wettkampfsport betrieben.... trotzdem: lieber triathlet - sofort bei der polizei melden - solltest auch im verständlicherweise grossem wettkampffieber (du hast ja monatelang fuer diesen wettkampf geschuftet..) nach der älteren dame schauen.... Antworten
ich hoffe wirklich, dass sich das unfallopfer vollständig erholen wird, aber es gibt menschen die das gefühl haben, beim überqueren eines fussgängerstreifens nicht auf die strasse schauen zu müssen, selbst wenn bei einem velorennen der athlet offensichtlich vortritt hat. Antworten
an der seestrasse zürich kam es gestern morgen zu einer sehr gefährlicher situation für die rennfahrern, als ein langes langsames elektofahrzeug (kiosk) zum see wollte und die strasse überquerte. hätte so nicht sein dürfen. mangelnde organisation? Antworten
Ich wünsche der Verunfallten eine baldige vollständige Genesung und das der Verursacher eruiert werden kann. Schockierend ist nicht nur die feige Fahrerflucht, sondern auch, was hier einige Kommentatoren von sich geben. Ein solcher „Wettbewerb“ lässt offenbar nicht nur bei gewissen Teilnehmern das Hirn schrumpfen ... Antworten
die Teilnahme am Ironman Zürich kostet 675.-- !! Und die Veranstalter sind nicht in der Lage die Strecke zu sichern. Es darf nicht vorkommen dass während so einer Veranstaltung ein Mensch auf einem Fussgängerstreifen angefahren wird! Das Profitdenken der Veranstalter steht hier leider vor der Sicherheit. Dass sich der Athlet nicht meldet ist ein Beleg für den grenzenlosen Egoismus dieser Sportler Antworten
@Heinz Hölzli. Ihr Beitrag zeugt von einer bedenklichen Gesinnung. Ein läppischer Ironman setzt das Strassenverkehrsgesetz nicht ausser Kraft: Die Dame hatte auf dem Fussgängerstreifen Vortritt. Zudem hätte der Velofahrer sich nach dem Unfall um sein Opfer kümmern müssen, selbst wenn ihn kein Verschulden trifft. Hauen Sie bei einem von Ihnen verursachten Unfall einfach ab? Antworten
Unglaublich die Kommentare von W.Signer und H.Hölzli - Der Sportler Typus "krankhafte Profilierung" hat also alles Recht, einen Menschen über den Haufen zu fahren nur um eine etwaige persönliche Bestzeit zu realsieren? Und: Besucher den Anlasses kümmern sich dann schon um die alte Frau... Für mich ist das Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung. Antworten
Andere Frage: wieso überquert ein Zuschauer genau dann die STrasse wenn ein Sportler angefahren kommt? Um einigermassen fit über die Gesamtstrecke zu kommen muss man im Vorfeld über ein halbes Jahr zwischen 10 - 20 STunden pro Woche trainiert werden, d.h. man opfert viel und ist dementsprechend (über-)ehrgeizig. Antworten
Typisch für die heutige Gesellschaft. Dies kann man unter der gleichen unwürdigen, wie pietätlosen Aktion verbuchen, wie das weitertanzen und festen an der Love Parade, wenn ein paar Meter weiter 20 Menschen zu Tode getrampelt werden. Die Verrohung der Menschheit nimmt ständig zu. Gute Besserung an die überfahrene Dame. Antworten
@Peter Gutknecht: Was dieser Athlet gemacht hat, ist klar eine, gelinde gesagt, Schweinerei. Ihr Kommentar ist aber auch ziemlich daneben. Fahren Sie Auto ? Wie viele Tote und Verletzte gibt es jedes Wochenende ? Sind sie dafür, nun das Autofahren abzuschaffen (wo hat's am meisten Fahrerflucht ?) ? Und ihr 'unwürdig und sinnlos' dürfen Sie ruhig auf ihren Beitrag beziehen ! Antworten
Da scheint eine neue Modewelle aufzukommen. Unfall und weg! Und keiner sieht's, und keinen kümmert's. Und die Polizei sucht... und findet? Naja, und wenn, dann gibt's vielleicht eine kleine Anzeige und eine kleine Busse. Das lohnt sich dann aber nicht, zu publizieren. Antworten
Zuerst hoffe ich, dass die Dame nicht allzu schwer verletzt ist. Ich wünsche ihr gute Besserung, Aber, es gibt leider auch Leute, die wie Hühner über die Stasse latschen.Sportler sind auch auf den Erfolg fokussiert. Sicher waren auch Leute da, die der Dame geholfen haben. Antworten
In der Printausgabe steht "Triathlet überfuhr....". Nun richtiger wäre wohl "Rentnerin lief in Triathlet.", denn die Strecke war ja für den Ironman reserviert und der Triathlet hatte Vortritt oder "Streckenposten hat geschlafen.", denn an einem Fussgängerstreifen sollte ja ein Streckenposten stehen. Antworten




Mattias Derungs
Sg Hr. Berger "Unfall mit Fahrerflucht am Ironman - Polizei sucht Triathlet" Es würde mich mal interessieren, was in dieser Sache in der Zwischenzeit weiter gelaufen ist (update folgt?) Wie aus div. Artikeln hervorgeht u.a. Zeugenaussagen, hat sich der Fall ganz anders zugetragen als in Ihren 1. Schilderungen (Bestandteil polizeilicher Ermittlungen!?) Vorerst gilt immer noch die Unschuldsvermutung Antworten