Zürich

10'000 Haushalte waren ohne Strom

In der Mittagszeit war die Innenstadt von Zürich von einem grossen Stromausfall betroffen. Grund war ein defektes Hochspannungskabel.

1/12 Kurzschluss behoben: Feuerwehrleute und EWZ-Techniker haben den Stromausfall behoben.
Bild: Jvo Cukas

   

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Stromausfall legt Zürich lahm

Stromausfall legt Zürich lahm
Geschäfte und Restaurants müssen schliessen – oder greifen auf kreative Lösungen zurück.

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In Zürich waren die Stadtkreise 1, 6 und 8 von 11.06 Uhr bis 13.42 Uhr von einem Stromausfall betroffen. Wie Lukas Küng, Leiter Netz beim EWZ gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt, dauerten die Reparaturarbeiten so lange, weil sich nach einem Kabelbrand im Unterwerk Sempersteig viel Rauch gebildet hatte. Dieser musste zuerst aus der unterirdischen Anlage entfernt werden.

«Vom Stromausfall waren 10'000 Haushalte betroffen», sagte EWZ-Sprecher Harry Graf auf Anfrage. Auslöser für den Kabelbrand war ein defektes Hochspannungskabel. Ob der Vorfall mit einem Kurzschluss im Unterwerk Katz eine halbe Stunde vor dem grossen Ausfall zusammenhängt, klärt das Elektrizitätswerk in den kommenden Tagen ab.

Laut VBZ-Leitstelle standen Tram und Busse vom Zoo bis zum Bellevue, vom Stadelhofen bis Tiefenbrunnen still. Von der Störung war das gesamte VBZ-Netz betroffen, da die meisten Linien nicht wie gewohnt fahren konnten. Inzwischen ist der Normalbetrieb wieder aufgenommen worden. Der Bahnverkehr der SBB war nicht betroffen. Im Bahnhof Stadelhofen brannte die Notbeleuchtung.

Kein «Blick am Abend»

Vom Stromausfall betroffen waren auch die NZZ und Ringier. Als Folge davon erscheint die heutige Ausgabe des «Blick am Abend» nicht. Radio 1 musste vorübergehend den Sender einstellen.

In den betroffenen Stadtgebieten war die Stimmung zwar ruhig, doch gab es auch chaotische Situationen: Leser-Reporter berichten von Leuten, die in Liften stecken blieben. Ärzte konnten ihre Patienten nicht behandeln, und Geschäfte mussten vorübergehend schliessen, da ihre Kassen nicht funktionierten.

Nur kalte Speisen

Eine Mitarbeiterin einer Arztpraxis sagte gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Wir mussten Patienten einen neuen Termin geben, da wir sie nicht behandeln konnten. Nun mache ich früher Mittag.» Allerdings war das kulinarische Angebot zwischen Bellevue und Zoo stark eingeschränkt. Ohne Strom konnten die Restaurants ihre Gäste nicht bekochen. «Wir wollten Zmittag essen, jetzt geht das aber nicht», sagten zwei Frauen.

Rasch etwas im Detailgeschäft kaufen ging jedoch auch nicht, da die Geschäfte ohne Strom ihre Kassen nicht besetzen konnten.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.01.2012, 11:21 Uhr

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112 Kommentare

Marco Kiefer

26.01.2012, 12:40 Uhr
Melden 81 Empfehlung

So könnte es in Zukunft regelmässig aussehen, wen die AKW's still stehen, und alle alternativen Energien von Umweltverbänden blockiert werden (Grimaelsteumauer etc.) Antworten


Hans Meyer

26.01.2012, 14:03 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Ein wenig üben für die kommende Stromlücke nach dem Abschalten der KKW ist sicher nützlich. Antworten



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