10 Millionen in der Schweiz: «Unglaublich, wie sich die Grünen verändert haben»
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 06.10.2011 74 Kommentare
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Auf der Bühne im Kaufleuten lieferten sich gestern Mittwoch die Ständeratskandidaten einen Schlagabtausch, bei dem sich der Grüne Balthasar Glättli mit einer markanten Aussage exponierte. Er ist der Meinung, dass eine ökologisch sinnvoll aufgestellte Schweiz künftig 10 Millionen Einwohnern Platz bietet. Diese Äusserung teilt die Zuschauer und Leser auf Tagesanzeiger.ch. Bereits während der Live-Übertragung schrieb Martin Fehrlin in die Kommentarspalte: «Theoretisch hätte es schon Platz für 10 Millionen.» Genauso wie es in Herrn Glättlis Wohnung noch Platz hätte für ein bis zwei zusätzliche Mitbewohner. «Nur, wer will das freiwillig?», fragt Fehrlin. Sein Fazit: Was für den privaten Raum gelte, gilt auch für den öffentlichen Raum.
Kurz und scharf reagiert Erich von Brunnen auf die Aussage Glättlis: «Die 10 Millionen waren die Disqualifkation für Glättli.» Und Patrick Tanner schreibt: «Unglaublich, wie sich die Grünen verändert haben». 1992 seien sie noch gegen den EWR-Vertrag gewesen, heute würden sie eine 10-Millionen-Schweiz propagieren.
Für ihn ist klar: «Sie verraten ihre ökologischen Ziele und nehmen Einbussen in der Lebensqualität und beim Wohlstand in Kauf.» Beni Meyerhans bedauert die Position Glättlis: «Mist, jetzt muss ich wieder neu überlegen, wen ich wählen will.»
Entscheidungsfrage Wahlkampfbudget
Auf die Leserfrage, wie hoch das Budget der Kandidaten für den Wahlkampf ist und wie viel sie davon persönlich übernehmen, reagierten die Politiker unterschiedlich. Einige sagten, sie wüssten nicht genau, wie viel Geld im Spiel ist. Lisa Spring kann das überhaupt nicht nachvollziehen: «Da gibt es ernsthaft Kandidaten, die mit der Frage, wie hoch ihr Wahlbudget ist, überfordert sind?» Sie stellt in Frage, ob diese Personen überhaupt in der Lage sein werden, in Bundesbern einen vernünftigen Budgetentscheid zu fällen.
Besonders die Aussage von Christoph Blocher, er wisse nicht genau, wie hoch sein Budget ist, erregte die Gemüter der Leser. Immerhin schätzt er seine Ausgaben auf mindestens 300'000 Franken. Ob dieser Zahl ist Willi Mosimann der Meinung, politische Ämter könnten «gekauft» werden. Für ihn ist klar: «Solche Politiker haben in Bern nichts zu suchen.»
Anton Keller versucht ihn – wohl mit einem Augenzwinkern – zu beruhigen: «Bei einem geschätzten Vermögen von 10 Milliarden würde sie auch nicht jeden kleinen Ausgabenposten im Auge behalten.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.10.2011, 15:05 Uhr
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74 Kommentare
Bei den Hühnern und Schweinen verbietet das Tierschutzgesetz die Massentierhaltung, für die Menschen gibt es leider kein Menschenschutzgesetz. Ich will auf keinen Fall 10 Mio. Leider kümmert sich nur eine Partei darum, so muss ich diese wählen. Antworten

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