100 neue Bäume statt zweite Fahrbahn

Die Birmensdorferstrasse wird zwischen Triemli und Aemtlerstrasse einspurig – dafür wird eine Baumallee gepflanzt.

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Der Strassenbelag ist marode, die Tramgleise sind abgefahren und die Werkleitungen müssen dringend ersetzt werden: Die Birmensdorferstrasse ist reif für eine Sanierung. Deshalb sind seit vergangenem Freitag auf der gesamten Länge Markierungen angebracht, die zeigen, wie die Einfallsachse in die Stadt Zürich in Zukunft aussehen soll. Damit hat die 30-tägige Planauflage begonnen, die es der Bevölkerung erlaubt, die Pläne im Amtshaus V anzusehen und allfällige Rekurse einzureichen.

Ein Veloweg und 100 Bäume

Die Birmensdorferstrasse soll auf dem gesamten Strassenabschnitt von rund 1,6 Kilometer velotauglich gemacht werden. So werden entweder Markierungen für Velostreifen angebracht oder abgetrennte Velowege erstellt, wie Projektleiter Tobias Klapproth von Tiefbauamt der Stadt Zürich auf Anfrage sagt. Zudem soll der öffentliche Verkehr vom Umbau profitieren: Das Trassee in der Strassenmitte wird künftig nicht mehr nur den Trams vorbehalten bleiben, sondern auch den Bussen als Fahrbahn dienen. Und schliesslich soll die Birmensdorferstrasse zwischen Gutstrasse und Triemli mit einer Allee von rund 100 Bäumen auch optisch aufgewertet werden.

Dafür wird aber die zweite Fahrspur zwischen Gutstrasse und Triemli aufgehoben. «Die gesamte Birmensdorferstrasse wird künftig einspurig verlaufen», sagt Projektleiter Klapproth. Stadteinwärts fährt auf der zweiten Spur ein Bus, stadtauswärts verläuft eine zweite Spur für Autos. «Dank der Westumfahrung hat der Verkehr dort deutlich abgenommen. Deshalb brauchen wir diese Spur nicht mehr», sagt Klapproth.

Baustart frühestens 2012

An einigen Stellen wird der Platz für die Passanten aber auch eingeschränkt: Die Tramhaltestelle Goldbrunnenplatz stadteinwärts wird ein wenig schmaler. «Dafür wird sie überall gleich breit», sagt Klapproth. Ausserdem wird die Tramhaltestelle stadtauswärts etwas breiter. Grund dafür ist, dass Tram- und Busspur zusammengeführt werden. Trotzdem ist die Verkleinerung der Haltestelle nicht unproblematisch, denn zur Mittagszeit warten dort jeweils die Schüler der Kantonsschule Wiedikon und füllen den Platz schon jetzt bis auf den letzten Zentimeter aus.

Gebaut wird frühestens 2012, und diese Schätzung ist laut Klapproth optimistisch. Vorher müssen die Öffentlichkeit, der Stadtrat, der Gemeinderat und schliesslich der Regierungsrat des Kantons Zürich ihren Segen zum Projekt geben. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern und werden gestaffelt durchgeführt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.10.2010, 15:03 Uhr

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