120 Franken für «Das berühmteste Käsebrett der Schweiz»
Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 12.01.2012 21 Kommentare
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«Das berühmteste Käsebrett der Schweiz» ist der Titel einer Online-Auktion auf Ricardo. Unter dem Hammer ist aber damit ein Schneidebrett zum Zerteilen von edler Schokolade. Das Holzbrett wurde in den vergangenen Monaten zum Symbol der empörten Flugbegleiter der Swiss. Sie hatten es von ihrem Arbeitgeber zu Weihnachten erhalten – statt dem traditionellen Weihnachtsgeld.
Einige Flightattendants hatten die Holzbrettchen prompt an die Geschäftsleitung retourniert. Andere versteigern das Weihnachtsgeschenk nun auf den verschiedenen Onlineportalen. Zur Freude der Aviatikfans aus der ganzen Schweiz. Über 500 Besucher verzeichnet eine der Auktionen, die Interessenten überbieten sich im Stundentakt. Eine der Versteigerung zählte heute Donnerstag bereits 58 Bieter. Während herkömmliche Käsebretter in derselben Zeitspanne erfolglos bleiben.
Verspätetes Weihnachtsgeld
Die erste Auktion endet morgen Freitagnachmittag, der Meistbietende ist derzeit bereit 120 Franken für das Swiss-Brett inklusive Schokolade zu bezahlen. Das Höchstgebot einer zweiten Versteigerung, die in zwei Tagen endet, beträgt ebenfalls bereits 102 Franken. Damit könnten die Flugbegleiter – wenn auch etwas verspätet – doch noch zu einem Bruchteil ihres Weihnachtsgeldes kommen.
Besonders stossend für die Flugbegleiter war, dass sich die Swiss im vergangenen Jahr eine neue Corporate Identity, sprich einen neuen Firmenauftritt inklusive Logo für rund 10 Millionen Franken leistete. Die Gewinnzahlen liegen alleine im letzten Quartal bei 139 Millionen, aber fürs Kabinenpersonal blieb nichts übrig. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.01.2012, 15:30 Uhr
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21 Kommentare
Sehr bezeichnend für unser Zeit. Die Manager bekommen RIESEN Boni und die Mitarbeiter, die den Karren am Laufen halten, bekommen, nun ja, ein Käsebrett. Traurig aber wahr. Wenn die Firma sparen muss, dann immer zuerst bei den Mitarbeitern. Antworten

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