13 Verwahrte dürfen in den Urlaub

Der Kanton Zürich erlaubt insgesamt 13 verwahrten Straftätern, in den Urlaub zu gehen.

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Von den 13 Verwahrten mit Urlaubsberechtigung befinden sich 10 im geschlossenen Vollzug der Strafanstalt Pöschwies und 2 im offenen Vollzug der Kolonie Ringwil, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

In der Strafanstalt Pöschwies beziehen 9 Verwahrte 12-stündige Beziehungsurlaube, die durch Anstaltspersonal begleitet werden, heisst es in der Antwort auf eine Interpellation von Kantonsrätin Barbara Steinmann (SVP, Regensdorf). Einem Verwahrten würden 2- bis 4-stündige Kurzurlaube mit Doppelbegleitung gewährt.

Häftlinge ohne Begleitung

Ein weiterer Verwahrter im geschlossenen Vollzug der Strafanstalt Pöschwies darf ohne Begleitung während jeweils 28 Stunden in den Beziehungsurlaub.

Zwei Verwahrte, die sich im offenen Vollzug der Kolonie Ringwil befinden, beziehen unbegleitete 28- beziehungsweise 32-stündige Beziehungsurlaube. Zudem können sie monatlich ein- beziehungsweise zweimal für höchstens 5 Stunden in den Ausgang.

Mit Neubeurteilungen im Rückstand

Wie der Regierungsrat weiter ausführt, muss nach dem neuen Strafgesetzbuch bei allen Verwahrten, die nach altem Recht verurteilt wurden, überprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine stationäre oder ambulante therapeutische Massnahme erfüllt sind.

Bisher seien erst 29 und damit knapp die Hälfte der Fälle gerichtlich überprüft worden. Dabei sei in acht Fällen eine stationäre therapeutische Massnahme angeordnet worden. In zwei Fällen müssten sich Verwahrte zusätzlich einer Suchtbehandlung unterziehen.

Gutachter fehlen

Der Rückstand bei den Neuberurteilungen hat laut Regierungsrat zwei Gründe: Zum einen müssten in den meisten Fällen neue psychiatrische Gutachten eingeholt werden, zum andern bestehe ein Mangel an forensischen Gutachtern.

Bei Verwahrungen nach neuem Recht bestehe praktisch kein Spielraum mehr für Vollzugslockerungen. Dies gelte sowohl für den vorangehenden Vollzug der Freiheitsstrafe als auch für den anschliessenden Vollzug der Verwahrung. (ep/sda)

Erstellt: 04.09.2008, 14:33 Uhr

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