134 Millionen Franken für ein Gleis
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Einer der grössten Engpässe auf dem Schienennetz der SBB befindet sich zwischen Winterthur und Zürich. Verschiedene kostspielige Projekte sollen die Situation entschärfen. 100 Millionen Franken verschlingt beispielsweise eine neue Kreuzung zwischen Bassersdorf und Effretikon.
In den Gemeindeverwaltungen von Illnau-Effretikon, Lindau und Bassersdorf liegt derzeit bereits das nächste Riesenprojekt vor. Das berichtet «Der Landbote» in seiner heutigen Ausgabe.
Pro Tag 200 Züge mehr
Für stattliche 134 Millionen Franken soll im Rahmen der «Zukünftigen Entwicklung Bahninfrastruktur» (ZEB) beim Nadelöhr zwischen Effretikon und Hürlistein ein viertes Gleis gebaut werden. Mit der ZEB will die SBB schweizweit Kapazitätsengpässe entschärfen und zwischen Zürich und Winterthur die Frequenz von 500 auf 700 Züge pro Tag erhöhen. Die Bauarbeiten für das kostspielige Vorhaben sollen bereits Mitte 2012 beginnen.
Der Ustermer Verkehrsplaner Paul Stopper sagt gegenüber dem Winterthurer Blatt, dass sich damit der geplante Brüttener Tunnel erübrige. Würden so viele finanzielle Mittel in das vierte Gleis gesteckt, werde das milliardenteure Tunnel-Projekt kaum eine Chance haben, ist Stopper überzeugt.
Sowohl die SBB als auch der Zürcher Regierungsrat bestehen aber auf dem Bau des Brüttener Tunnels. Die Verkehrskommission des Kantons verlangt ihrerseits, dass er bis 2015 fertiggestellt ist. (pia)
Erstellt: 23.09.2011, 16:48 Uhr



