Zürich

15 Grad in der Wohnung: Mieter müssen schlottern

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 29.01.2010 32 Kommentare

Die anhaltenden Minustemperaturen lassen viele Mieter frösteln. In der Nacht müssen sie 15 Grad kalte Wohnungen akzeptieren.

Das Aufdrehen nützt wenig, wenn der Vermieter die Heizung abstellt.

Das Aufdrehen nützt wenig, wenn der Vermieter die Heizung abstellt.
Bild: Keystone

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Tausende Mieter in der Stadt Zürich frieren in den eigenen vier Wänden. «In der Nacht wird die Heizung abgestellt und die Temperatur fällt auf etwa 14 Grad», sagt ein Mieter einer Altbauwohnung gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Das Haus ist so schlecht isoliert, dass es mich sogar im Bett fröstelt», so der Familienvater.

Für den Zürcher Mieterverband sind schlecht geheizte Wohnungen ein bekanntes Problem: «Das ist jeden Winter ein grosses Thema», sagt Sprecher Walter Angst auf Anfrage. Langwierige Rechtsstreitigkeiten sind zwar selten, doch Mieter und Vermieter haben oft sehr unterschiedliche Meinungen, welche Temperaturen richtig sind.

Temperatur nicht an der Wand messen

«Ist der Vermieter ein Öko-Freak, hält er vielleicht 19 Grad für sinnvoll, der Mieter will aber 23 Grad», sagt Angst. Umgekehrt gibt es auch Fälle, in denen sich Mieter weigern, die Heizkosten zu zahlen, wenn die Wohnung überheizt ist. Massgebend ist die Temperatur in 1,5 Metern Höhe – in der Mitte des Raumes und nicht an der Wand gemessen.

Im Streitfall sind sich Hauseigentümer- und Mieterverband für einmal einig. Tagsüber sind 20 bis 21 Grad angemessen. Nachts darf die Temperatur bis auf 15, 16 Grad sinken. «In der Stadt sind die Leute oft länger unterwegs, deshalb ist es angebracht, dass die Heizungen nicht bereits um 23 Uhr, sondern um 1 Uhr heruntergefahren werden», sagt Angst. Bei allzu kühlen Wohnungen empfiehlt er das Gespräch mit dem Vermieter. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.01.2010, 12:40 Uhr

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32 Kommentare

Sebastian Egli

08.01.2010, 13:29 Uhr
Melden

Hallo? 15 Grad in der Wohnung? Und am Morgen duschen? Das ist ja wohl ein Witz! Der Vermieter friert sicher nicht in seiner eigenen Wohnung.... und auch 20 bis 21 Grad tagsdurch ist kalt, auch mit Pullover und Socken. Muss ich noch Handschuhe und Kappe tragen, oder was? Und mit Öko hat das gar nichts zu tun, nur mit Geldmacherei. Punkt Schluss. Antworten


Daniel Rahm

08.01.2010, 13:12 Uhr
Melden

Zieht im Winter einen Pullover an, anstatt im Tshirt in der Wohnung herumzurennen. Zudem werden Heizungen nachts nicht abgestellt, sondern lediglich die Hoechsttemperatur reduziert, was oekologisch, wirtschaftlich, wie gesundheitlich absolut Sinn macht. Betreffend steigender NK: Tieferer Volumenverbrauch ist das eine, steigende Durchschnittskosten von Energie das andere... Antworten



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