717 Parkplätze «verschwunden»
Aktualisiert am 23.02.2012 100 Kommentare
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Wenn in Zürich Strassen saniert oder Quartiere aufgewertet werden, verschwinden regelmässig Parkplätze aus dem öffentlichen Raum – und zwar im grossen Stil. Von 2007 bis 2010 baute die Stadt 717 Parkfelder ab. Das geht aus der Antwort des Stadtrates auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Gestellt hatten die Fragen die SVP-Gemeinderäte Roland Schenk und Daniel Regli.
Wie die NZZ berichtet, hatten die beiden Politiker vermutet, dass bei den vielen Strassenbaustellen jeweils Parkplätze verschwinden. Darin sehen sie sich nun bestätigt – auch wenn der Stadtrat darauf hinweist, dass seit Ende 2006 alleine in Parkhäusern rund 3000 Parkplätze entstanden seien. Mit 780 neuen Plätzen macht das Sihlcity den Löwenanteil aus, gefolgt von 500 Plätzen bei der Messe Zürich und 300 bei der Uni Irchel.
«Private Bedürfnisse»
Dem steht der Abbau der öffentlichen Parkfelder in den Quartieren gegenüber. In den vergangenen vier Jahren wurden zwar weit über 700 weisse und blaue Parkfelder neu geschaffen. Gleichzeitig wurden aber auch knapp 1500 abgebaut.
Begründet wird die markante Reduktion mit der Verdichtung Zürichs. Dadurch werde der öffentliche Raum vermehrt für «Velomassnahmen», Anliegerflächen oder Boulevardgastronomie zur Verfügung gestellt. «Private müssen ihre Parkplatzbedürfnisse auf privatem Grund bedienen», sagt Stefan Hackh, Kommunikationsleiter des Tiefbauamtes, gegenüber der NZZ.
Erstellt: 23.02.2012, 08:11 Uhr
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