800 Frauen prostituierten sich neu in Zürich
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Insgesamt 795 Neueinsteigerinnen in die Prostitution zählte die Stadtpolizei Zürich im vergangenen Jahr. Das sind so viele wie nie zuvor, wie «20 Minuten» schreibt. Im Jahr 2008 lag die Zahl bei 605.
Mit Abstand die grösste Zahl an Prostituierten kommen aus Ungarn. Von dort sind 300 Frauen in die Limmatstadt gekommen. Auf Platz zwei folgen die Schweizerinnen mit 75. Weiter zählte die Polizei 66 Neueinsteigerinnen aus Deutschland und 46 aus Brasilien.
Der Zustrom aus Osteuropa beschränkt sich nicht nur aus Ungarn. «Aus den jüngsten EU-Staaten Bulgarien und Rumänien zählten wir 60 Prostituierte», sagte Stapo-Sprecherin Judith Hödl. Die Rekord-Zahl betrachtet Rolf Vieli, Leiter des Projekts Rotlicht, mit Sorge: «Das ist zu viel für den Markt in Zürich.» Die Frauen geraten unter einen zu starken Konkurrenzdruck.
32 Bordelle weniger
Deshalb sollen laut Vieli noch in diesem Jahr Lösungen präsentiert werden, um eine möglichst gute Lebensqualität mit dem höchstmöglichen Schutz der Frauen in Einklang zu bringen.
Entgegen der Zahl der Neueinsteigerinnen ist die Anzahl der Bordelle gesunken. Von 302 Betrieben im Vorjahr auf 270 im Jahr 2009. Dabei setzt sich laut Vieli der Trend zu grossen Bordellen in Industriebetrieben ausserhalb der Stadtgrenze durch. (ep)
Erstellt: 02.02.2010, 10:08 Uhr



