Zürich

90 Nachtflüge alleine im Dezember

Aktualisiert am 23.12.2010 11 Kommentare

Das Bazl überwacht künftig die Ausnahmebewilligungen für Starts und Landungen während der Nachtruhe genauer. Der Wintereinbruch hat in diesem Monat zu zahlreichen ausserplanmässigen Flügen geführt.

Strenger überwacht: Flüge zwischen 23 und 6 Uhr.

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Bild: Keystone

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Seit Ende Juli 2010 gilt am Flughafen Zürich eine um eine Stunde verlängerte Nachtruhe. Gestartet und gelandet werden darf seither nur noch bis 23 Uhr, in Ausnahmefällen bis 23.30 Uhr. Vorher durften die Maschinen bis Mitternacht ankommen oder abfliegen.

Bei unvorhersehbaren Ereignissen kann der Flughafen aber Ausnahmebewilligungen erteilen, mit denen die Flugzeuge auch nach Betriebsschluss, also nach 23.30 Uhr abfliegen oder ankommen dürfen. Zu diesen Ereignissen gehören etwa Streiks, technische Probleme oder schwierige Wettersituationen wie etwa Gewitter oder Schneefall.

90 Ausnahmen im Dezember

Seit Inkrafttreten der Änderung hat der Flughafen 106 Ausnahmebewilligungen erteilt - 90 davon im Dezember, wie Flughafensprecherin Jasmin Bodmer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die Zunahme der Ausnahmebewilligung wegen des Wintereinbruchs erfolgte sehr zum Leidwesen der Flughafen-Anwohner. Es seien mehrere Beschwerden eingegangen, sagte Bazl-Sprecher Daniel Göring. Wie viele genau konnte er nicht sagen. Es seien nicht Dutzende, aber doch einige.

Bazl bildet Arbeitsgruppe

Mit einem Monitoring will das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Ausnahmebewilligungen nun genau beobachten und analysieren. Wie es am Donnerstag mitteilte, wurde dafür eine Arbeitsgruppe gebildet. Darin sitzen Fachleute des Bazl, des Flughafens, der Fluggesellschaften und des Kantons Zürich.

Gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio DRS sagte Göring, das Monitoring sei keineswegs eine Reaktion auf die Beschwerden der Anwohner, sondern vielmehr auf den Wintereinbruch. Indem man die Praxis der Ausnahmebewilligungen auswerte, wolle man Konsequenzen für die Zukunft ziehen.

Auch wenn der Bund nun ein Auge auf die Bewilligungspraxis habe, ändere das nichts an der Praxis, sagte Flughafensprecherin Bodmer. Wie bis anhin werde der Flughafen die Ausnahmebewilligungen restriktiv handhaben. (ep/sda)

Erstellt: 23.12.2010, 12:46 Uhr

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11 Kommentare

Markus Voller

23.12.2010, 13:17 Uhr
Melden

Was fuer eine Geldverschwendung. Diese Anwohner sollen halt anderswo hinziehen oder die Ohren zuhalten Antworten


Andreas Estermann

23.12.2010, 13:23 Uhr
Melden

Was gibt es hier zu analysieren?! Wenn ein Flieger welcher um 2300 Uhr hätte landen sollen, aufgrund von Verspätungen erst nach 2330 landen kann, ist das doch eine Selbstverständlichkeit dass dieser noch landet. Will man den Flieger etwa zurückschicken? Antworten



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