«Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich» ruft zur Gewalt auf
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 27.10.2010
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Baustelleninfo: So sehen die Plakate der Stadt aus, mit denen die Stadt auf Baustellen hinweist. (Bild: Stadt Zürich)
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Ein gewisses grafisches Geschick kann man den Linksautonomen nicht absprechen: Die Plakate, die sie heute Mittwochmorgen in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgehängt haben, sehen aus, als seien sie von der Stadt gedruckt worden. Die Farbe von Hintergrund und Schrift und die Typografie erinnern an die städtischen Plakate, mit denen die Bevölkerung über Baustellen informiert wird. Sogar das Logo ist von jenem der Stadt inspiriert, und gezeichnet ist es vom «Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich».
Doch der Inhalt verrät sofort, dass es sich dabei um die jüngste Aktion von Linksautonomen gegen ein Treffen von Antifeministen handelt. Letztere haben angekündigt, sich am Samstag im Giardino Verde zu versammeln, worauf Linksautonome das Gemeindehaus Uitikon, die Werbetafel des Giardino Verde und das Haus des Pächters Giusep Fry verschmierten. Jetzt rufen sie dazu auf, «den Sexisten aufs Maul zu geben.»
Alle Plakate bereits wieder entfernt
Auf den Plakaten ist die Rede von drei «Bauetappen», wobei die erste bereits am kommenden Samstag abgeschlossen sein soll. Bei dieser gehe es darum, «den Antifeministen den Raum zu nehmen». In einem Bekennerschreiben teilen die Urheber mit, sie würden sich «René Kuhn und seinen ‹Antifeministen› entgegenstellen». Ob die Urheber diese «Bauetappe» zu ihrer Zufriedenheit abschliessen werden, ist fraglich: Die Antifeministen haben angekündigt, ihr Treffen an einem geheimen Ort durchzuführen.
Die Plakate wurden in verschiedenen Trams aufgehängt, bestätigt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Sie seien inzwischen alle entfernt worden. Die Plakate haben exakt dasselbe Format wie die Werbungen, welche die VBZ an ihre Werbekunden verkauft. Die VBZ ist über die Aktion alles andere als erfreut: «Das ist nicht legal, verärgert unsere Werbekunden und könnte die Fahrgäste vor den Kopf stossen», sagt Tobler. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.10.2010, 13:05 Uhr



