Zürich

«Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich» ruft zur Gewalt auf

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 27.10.2010

Linksautonome fordern auf Plakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln, den «Sexisten aufs Maul zu geben». Und sie tun so, als stünde die Stadt hinter den Plakaten.

Inspiriert von der städtischen Werbung: Die Plakate der Gegner der Antifeministen (rechts) sind gezeichnet vom «Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich».

Inspiriert von der städtischen Werbung: Die Plakate der Gegner der Antifeministen (rechts) sind gezeichnet vom «Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich».
Bild: zvg

Artikel zum Thema

Baustelleninfo: So sehen die Plakate der Stadt aus, mit denen die Stadt auf Baustellen hinweist. (Bild: Stadt Zürich)

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Ein gewisses grafisches Geschick kann man den Linksautonomen nicht absprechen: Die Plakate, die sie heute Mittwochmorgen in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgehängt haben, sehen aus, als seien sie von der Stadt gedruckt worden. Die Farbe von Hintergrund und Schrift und die Typografie erinnern an die städtischen Plakate, mit denen die Bevölkerung über Baustellen informiert wird. Sogar das Logo ist von jenem der Stadt inspiriert, und gezeichnet ist es vom «Amt für Frauenkampf der Stadt Zürich».

Doch der Inhalt verrät sofort, dass es sich dabei um die jüngste Aktion von Linksautonomen gegen ein Treffen von Antifeministen handelt. Letztere haben angekündigt, sich am Samstag im Giardino Verde zu versammeln, worauf Linksautonome das Gemeindehaus Uitikon, die Werbetafel des Giardino Verde und das Haus des Pächters Giusep Fry verschmierten. Jetzt rufen sie dazu auf, «den Sexisten aufs Maul zu geben.»

Alle Plakate bereits wieder entfernt

Auf den Plakaten ist die Rede von drei «Bauetappen», wobei die erste bereits am kommenden Samstag abgeschlossen sein soll. Bei dieser gehe es darum, «den Antifeministen den Raum zu nehmen». In einem Bekennerschreiben teilen die Urheber mit, sie würden sich «René Kuhn und seinen ‹Antifeministen› entgegenstellen». Ob die Urheber diese «Bauetappe» zu ihrer Zufriedenheit abschliessen werden, ist fraglich: Die Antifeministen haben angekündigt, ihr Treffen an einem geheimen Ort durchzuführen.

Die Plakate wurden in verschiedenen Trams aufgehängt, bestätigt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Sie seien inzwischen alle entfernt worden. Die Plakate haben exakt dasselbe Format wie die Werbungen, welche die VBZ an ihre Werbekunden verkauft. Die VBZ ist über die Aktion alles andere als erfreut: «Das ist nicht legal, verärgert unsere Werbekunden und könnte die Fahrgäste vor den Kopf stossen», sagt Tobler. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.10.2010, 13:05 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.