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An der Chinchilla-Jacke hat Rita Fuhrer schwer zu tragen

Die SVP-Regierungsrätin hat am Zürcher Opernball eine 24'000 Franken teure Pelzjacke gewonnen und will sie trotz Protesten behalten - und versteuern.

Tombola-Queen mit Spender: Rita Fuhrer und Urs Walder.

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Bilder lügen nicht: Die Fotos vom Opernball zeigen eine strahlende Rita Fuhrer (SVP), die sich von Herzen freut. Nachdem die Volkswirtschaftsdirektorin als Siegerin des Hauptpreises ausgerufen worden war, blieb sie zuerst sprachlos. Und dann durfte sie die Jacke anprobieren, die aus 44 Chinchilla-Fellen zusammengenäht worden war. «Sie passt wie angegossen, ein Glücksfall», sagt Spender Urs Walder vom Pelzparadies Wyssbrod.

«Das ist eine Jacke, wie sie perfekt in die Oper passt», glaubt Walder. Im Preis inbegriffen ist - angesichts des drohenden Frühlings - eine erste Übersömmerung im Pelzkühlhaus sowie die minime Kürzung der Ärmel.

Fuhrer will die Jacke selber tragen

Rita Fuhrer zeigt Mut. Sie schämt sich nicht für die Jacke, die ihr sehr gut steht. Und sie widerstand all den guten Vorschlägen, die unweigerlich auftauchten: Annahme verweigern, im Caritas-Laden abgeben, versteigern und für die Erdbebenopfer spenden oder gegen ein paar Dutzend Strick- oder Wolljacken eintauschen. Rita Fuhrer freute sich und und will die Jacke selber tragen, wie sie ausrichten liess. Sie habe noch nie einen so grossen Tombolapreis gewonnen. Im Gegensatz zu ihrem Gatten Fredi, der beim CSI 2007 einen Pferdeanhänger gewann.

Die Chinchillas, die von Wyssbrod in der eigenen Kürschnerei in Zürich verarbeitet wurden, sind Nagetiere, etwa so gross wie Zwergkaninchen. Begehrt sind sie, weil die Tierchen das dichteste Haar aller Pelztiere und ein seidiges Fell haben. Die Chinchillas werden in Ungarn gezüchtet und gemäss Urs Walder nach tierfreundlichen Standards gehalten. Getötet würden die Tiere so schonend wie möglich. Das Fell werde ihnen erst nach dem Tod abgezogen.

Protest und happige Steuern

Rita Fuhrers Freude wird nachträglich etwas vergällt. Der Zürcher Tierschutz, wirft ihr vor, sie hätte ein Zeichen für den Tierschutz setzen müssen. Bemerkbar machen wird sich auch das Steueramt. Der Tombolagewinn im Wert von 24 000 Franken muss versteuert werden. Bei Fuhrers Einkommen - trotz der «Pensionierung» im Mai - macht das 5000 bis 7000 Franken Staats- und Gemeindesteuern und ziemlich genau 3000 Franken direkte Bundessteuern. Also ein recht teurer Gewinn. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.03.2010, 10:51 Uhr

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