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«Angeln im Tierpark ist wie Zebra-Schiessen im Zoo»

In der 3sat-Sendung «Ein Fisch für 2» geht Moderator Frank Baumann regelmässig mit Promis Angeln – kürzlich auch in der Masoalahalle des Zürcher Zoos. Tierschützer sind empört.

Umstrittene Angleridylle: Komiker Wigald Boning und Moderator Frank Bauman «fischen» in der Masoalahalle. (Bild: 3sat)

Umstrittene Angleridylle: Komiker Wigald Boning und Moderator Frank Bauman «fischen» in der Masoalahalle. (Bild: 3sat)

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In der gestern Mittwochabend ausgestrahlten Sendung «Ein Fisch für 2» sieht man Frank Bauman und Komiker Wigald Boning, die es sich an einem Gewässer gemütlich gemacht haben und sich beim gemeinsamen Angeln über dies und das austauschen. Keine aussergewöhnliche Situation, würde es sich dieser Teich nicht ausgerechnet in der Zürcher Masoalahalle befinden.

Dass die beiden Prominenten in einem Zoogewässer fischen, empört die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) aufs äusserste. Sie forderte den Zoodirektor Alex Rübel heute in einer Medienmitteilung dazu auf, das Angeln im Zoo ab sofort zu verbieten. «Wenn Angler den Park besuchen, tragen diese weder zum Naturschutz noch zur Sensibilisierung bei. Im Gegenteil», so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA Deutschland «Angeln in einem Tierpark ist wie Zebra-Schiessen im Zoo!»

«Die Angel hatte weder Köder noch Haken»

Die Vorwürfe seien absolut haltlos und basieren auf Halbwissen, kontert Zookurator Robert Zingg auf Anfrage. «Die Fische kamen nicht zu Schaden. An der Angel hing nur eine Schnur ohne Haken und Köder. So kann kein Fisch verletzt oder aus dem Teich geangelt werden. Das war auch nie die Absicht.» Ein Angelverbot, wie es die Tierrechtsorganisation fordert, werde es im Zoo Zürich ebenfalls nicht geben. «Fischen steht nicht auf dem Programm des Zoos. Also kann es auch nicht verboten werden.»

Die Zoodirektion habe eine Anfrage von 3sat bekommen, die fragliche Sendung in der Masoalahalle zu produzieren, und sie habe die Aufnahmen bewilligt, so Zingg. «Die Masoalahalle diente lediglich als Schauplatz für das Gespräch.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.10.2009, 16:27 Uhr

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