Anlagechef der BVK soll Bordellbesuche geschenkt bekommen haben
Hauptsitz der BVK an der Stampfenbachstrasse.
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Der im Juni von der Zürcher Finanzdirektion entlassene Anlagechef der kantonalen Personalvorsorge soll sich nicht nur Mittagessen in teuren Restaurants und die Teilnahme an Golfturnieren bezahlt haben lassen. Der frühere BVK-Anlagechef habe sich mehrmals zu Bordellbesuchen einladen lassen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens in einer Vorabmeldung. Es beruft sich auf «zwei unabhängige Quellen».
Der Verdächtige verwaltete als Anlagechef der BVK Vermögen von über 20 Millionen Franken. Er wurde Ende Mai wegen Verdachts auf Korruption festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ausschlag gebend dafür waren unter anderem eigene Aussagen des Ex-Chefs. Auch zwei weitere Personen wurden vorübergehend festgehalten. Sie sollen den BVK-Anlagechef bestochen haben.
Die Bordellbesuche sind laut «Eco» über eine andere Firma gelaufen, die ebenfalls zum Kreis der Beschuldigten gehören sollen. Der frühere Geschäftsführer des Unternehmens sagte gegenüber der Sendung, eine Abgangsvereinbarung verpflichte ihn «zur absoluten Vertraulichkeit». Er könne darum die Fragen der Journalisten nicht beantworten. Die Zürcher Staatsanwaltschaft gibt aus Rücksicht auf die laufenden Untersuchungen «keine Details bekannt». Auch der frühere Anlagechef und sein Anwalt nehmen keine Stellung.
Erstellt: 27.08.2010, 18:31 Uhr
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