Zürich

Arbeitslos, weil Lehrer für Arbeitslose

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 20.12.2011 7 Kommentare

Eigentlich wollte man beim Kanton Geld sparen, in dem man Deutschkurse für Stellensuchende an die beiden günstigsten Kursanbieter überträgt. Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Sparübung für die Katz? Kurs für Stellensuchende in Zürich.

Sparübung für die Katz? Kurs für Stellensuchende in Zürich.
Bild: Keystone

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Eigentlich klingt alles einfach: Das Amt für Wirtschaft und Arbeit will Geld sparen. Dazu hat es in diesem Jahr die Vergabe der Deutschkurse für Arbeitssuchende über ein Submissionsverfahren geregelt: Statt wie bisher sechs bis acht Anbieter zu berücksichtigen, die für drei Jahre Aufträge erhielten, sollten diese nur noch an die beiden günstigsten Anbieter gehen und nur noch für zwei Jahre. Nun zeigt sich, dass für den Kanton dennoch Mehrkosten entstehen könnten, wie die «NZZ» in ihrer heutigen Ausgabe schreibt.

Denn einer der Anbieter, die beim Submissionsverfahren den kürzeren zogen, ist die EB Zürich, die zum Mittelschul- und Berufsbildungsamt gehört, das Regine Aepplis Bildungsdirektion angegliedert ist. Mehr als 40 Lehrer der EB Zürich bangen nun um ihren Job. Gekündigt wurde ihnen allerdings noch nicht, weil dies im Oktober auf Ende Semester hätte erfolgen müssen. Nächster Termin ist nun im April auf Ende Oktober.

Bis Oktober noch angestellt

Damit könnten die Sparbemühungen zunichte gemacht werden. Denn bis Oktober ist fast die Hälfte der Zeit abgelaufen, während der der Kanton davon hätte profitieren können, dass er günstigeren Kursanbietern den Vorzug gab, da die Verträge mit diesen schon im Januar beginnen.

Zudem muss der Kanton einen Sozialplan für die betroffenen Lehrer bei der EB Zürich ausarbeiten. Möglich sei nun also, dass die Einsparungen beim Amt für Wirtschaft und Arbeit zu derartigen Mehrkosten bei der Bildungsdirektion führen, dass für den Kanton unter dem Strich keine Ersparnis übrig bleibt.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.12.2011, 07:58 Uhr

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7 Kommentare

urs.m. widmer

20.12.2011, 11:06 Uhr
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Das ist die wohl nur ein Beispiel, wie das ewige, einseitige und penetrante SPAREN und immer NUR Sparen in der Praxis in die Hosen geht. Heute werden ja auch öffentliche Bauten/Renovationen so ausgeführt. Der Billigste bekommt den Auftrag, egal ob die eingebauten Teile nach 5 Jahren auseinander fallen. Unsere Schulhäuser waren vor 40 Jahren schon 40-60 Jahre alt + immer noch im Schuss. WHO CARES!! Antworten


Peter Glättli

20.12.2011, 23:55 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Die SVP macht seit Jahren Spardruck. Die SVP ist schweizfeindlich. Die einzigen, die dabei gewinnen, sind die eh schon Reichen wie Blocher und Konsorte. Antworten



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