Zürich

Atomgegner wird Axpo-Verwaltungsrat

Aktualisiert am 06.07.2011 5 Kommentare

Regierungsrat Martin Graf wird Verwaltungsrat des Stromkonzerns Axpo. Er ist der erste grüne Politiker und erklärte Atomgegner, der beim AKW-Betreiber ein Aufsichtsmandat übernimmt.

Kein Freund von Atomstrom: Der grüne Regierungsrat Martin Graf.

Kein Freund von Atomstrom: Der grüne Regierungsrat Martin Graf.
Bild: Keystone

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Nachdem Volkswirtschaftsdirektor und SVP-Mitglied Ernst Stocker von seinem Verwaltungsratssitz bei der Axpo (AXP10 105.3 -0.05%) zurückgetreten ist, wird Martin Graf dessen Nachfolger. Dies hat der Zürcher Regierungsrat beschlossen.

«In Berücksichtigung des Parteienproporzes und um eine breitere Abstützung der Interessen des Kantons Zürich in Energiefragen zu ermöglichen», werde Graf neben dem bisherigen Verwaltungsratsmitglied Markus Kägi das Axpo-Mandat übernehmen, schreibt die Regierung in einer Mitteilung. Im Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich vertreten weiterhin die Regierungsräte Kägi und Stocker die Interessen des Kantons.

Der Direktor der Jusitz und des Inneren im Kanton Zürich ist der erste Grüne, der im Verwaltungsrat des Stromkonzerns Einsitz nimmt. Die Axpo ist alleinige Besitzerin des AKWs Beznau und mit rund je einem Viertel an den Kraftwerken von Gösgen und Leibstadt beteiligt. Mit 37 Prozent ist der Kanton Zürich grösster Aktionär des Stromkonzerns.

Martin Graf war für eine Stellungnahme zu seinem neuen Amt nicht erreichbar. Die Axpo äussert sich nicht für Vorgänge in ihrem Aktionariat, wie Mediensprecher Beat Römer erklärte. (cal/ep)

Erstellt: 06.07.2011, 14:43 Uhr

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5 Kommentare

Dani Kern

06.07.2011, 15:10 Uhr
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Es ist der SVP und Stocker hoch anzurechnen, dass sie die politische Grosswetterlage richtig einschätzt und dem Grünen Martin Graf platz gemacht haben. Die wichtigsten Entscheidungen kommen ohnehin wieder vor den Gesamtregierungsrat und dort kann er ja ein gewichtigs Wörtchen mitreden. Antworten


Pierre Rappazzo

07.07.2011, 17:13 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Graf reicht nicht, mehr als die Hälfte des Axpo VR muss Atom kritisch sein. Dazu gehören auch bürgerliche Grüne, die beispielsweise nicht dogmatisch gegen Gas-Kombi Kraftwerke sind. Antworten



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