Aufsichtskommission befürchtet «Schaden an der Uni» durch Forschungsskandal
Aktualisiert am 11.03.2011 4 Kommentare
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Gestern Donnerstag hatte der Regierungsrat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage weitere Abklärungen im Fall des Professors S. für unnötig gehalten: Zwar seien die Ansprüche des Forschers auf die Ergebnisse seiner Arbeit noch nicht geklärt, aber alle anderen Streitigkeiten seien entschieden.
Die parlamentarische Aufsichtskommission zeigt sich nun aber «besorgt über die wiederholte öffentliche Kritik am Universitätsspital». Sie befürchtet «Schaden an der Reputation der Klinik» und will deshalb den Fall nun doch untersuchen.
Forschung blockiert
Dabei geht es um den Fall eines Forschers, der im Mai 2009 nach Querelen mit seinem Vorgesetzten seine Stelle am Uni-Spital gekündigt hatte. Seither konnte er die Arbeit an zwei Forschungsprojekten nicht mehr fortsetzen.
Er hat inzwischen mehrere gerichtliche Auseinandersetzungen gewonnen, aber immer noch keinen Zugang zu seinen Forschungsergebnissen. Seine Projekte waren vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziell gefördert worden, der sie nach dem Abgang des Forschers einstellte.
Geld zurück gezahlt
Nachdem das Uni-Spital trotz Abwesenheit des Projektleiters weiterhin SNF-Gelder ausgegeben hatte, untersuchte der SNF den Fall und warf dem Uni-Spital «wissenschaftliches Fehlverhalten» vor.
Der Regierungsrat stellte sich auf den Standpunkt, es habe sich um «projektbezogene und nicht persönlich» dem entsprechenden Professor zustehende Gelder gehandelt. Der Bundesrat dagegen erklärte im Februar die Forschungsgelder würden an die Forschenden individuell, auf Grund ihrer «wissenschaftlichen Exzellenz» vergeben. Inzwischen wurden dem SNF gut 12'000 Franken zurückgezahlt. (ep/sda)
Erstellt: 11.03.2011, 12:18 Uhr
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4 Kommentare
Hoffentlich öffnet solches einer breiten Bevölkerung die Augen: In d Schweiz blüht Begünstigungswirtschaft und Recht wird gerne gebogen. Wir sind einfach Meister darin, unschönes unter den Teppich zu kehren. nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Dadurch, dass einige Politiker ständig die Schweiz als perfektes Modell und heile Welt beschwören, wird es nicht wahrer. Antworten

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