Zürich

Ausländische Airlines fliegen Angriffe auf Swiss

Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 27.10.2011 63 Kommentare

Das Streckennetz der Schweizer Fluggesellschaft und die Sitzauslastung wachsen. Vom attraktiven Markt und dem starken Franken will auch die Konkurrenz profitieren. Sie baut ihr Angebot aus.

Turbulenzen: Die Fluggesellschaft Swiss muss sich einer härteren Konkurrenz stellen.

Turbulenzen: Die Fluggesellschaft Swiss muss sich einer härteren Konkurrenz stellen.
Bild: Swiss

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Die Swiss ist im Steigflug. Die Fluggesellschaft hat im dritten Quartal einen 159-Millionen-Franken-Gewinn erzielt, führte dieses Jahr 6,8 Prozent mehr Flüge durch als 2010 in der Vergleichsperiode und mit 11,56 Millionen Fluggästen beförderte die Swiss 9,5 Prozent mehr Passagiere.

Trotzdem schreibt die Fluggesellschaft in einer Medienmitteilung, dass zu viele Kapazitäten auf dem Markt seien. «Das bedeutet, dass auf unseren Destinationen noch immer zu viele Sitze angeboten werden», sagt Pressesprecher Jean-Claude Donzel. Swiss nimmt in der Schweiz die Rolle des Home-Carriers, des Platzhirschen, ein. Nebenbuhler aus dem Ausland wollen ihr nun aber das Wasser abgraben.

Wachsende Konkurrenz in Genf und Zürich

Die Billig-Airline Vueling beispielsweise bietet direkte Verbindungen von Zürich nach Barcelona, Santiago und neuerdings nach Paris an. Wie der Flughafen Zürich mitteilt, hat auch die russische Aeroflot im Winterflugplan ihre Frequenz von Zürich nach Moskau verdoppelt – ebenfalls eine Destination der Swiss. Zudem kommt nun die irische Fluggesellschaft Aer Lingus öfters in die Schweiz. Sie bedient Zürich künftig täglich in ihrem Flugplan.

Malev, aus Ungarn, führt neuerdings wöchentlich drei Flüge mehr nach Budapest durch als bisher. In der Westschweiz sieht sich die Schweizer Fluggesellschaft ebenfalls mit einer grösseren Konkurrenz konfrontiert. Während bisher Passagiere von Genf nach Dubai über Zürich entweder mit Swiss oder mit Emirates an die Wärme flogen, können sie das künftig direkt ab Cointrin tun – mit der Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Starker Franken macht Schweiz attraktiv

Jean-Claude Donzel führt die wachsende Attraktivität der Schweiz unter anderem auf den starken Franken zurück. «Will eine ausländische Fluggesellschaft ihr Streckennetz ausbauen, sind Zürich, Genf und Basel derzeit wegen der Währung beliebte Destinationen.» Das grössere Angebot und die damit einhergehenden tieferen Preise drückten auf den Durchschnittsertrag pro Swiss-Passagier.

Trotzdem erhöht die Schweizer Fluggesellschaft die Anzahl Flüge nach London Heathrow, Moskau und Madrid und hat ab Zürich Peking und ab Genf Nizza neu in ihren Flugplan aufgenommen. Ein Widerspruch? «Nein, wir bauen dort aus, wo wir mehr Passagiere erwarten», sagt der Swiss-Sprecher.

Swiss will falls nötig im Winterflugplan handeln und vereinzelt die Zahl der Flüge der Nachfrage anpassen. «Wir beobachten die Entwicklung weiterhin genau und werden bei Bedarf rasch reagieren», sagt Swiss-Chef Harry Hohmeister. «Eine Prognose ist im aktuellen volatilen Umfeld schwierig.» Hohmeister gibt sich aber kämpferisch: «Wir gehen davon aus, dass wir unser geplantes Ergebnis erreichen werden, das in der Grössenordnung des Vorjahres liegen sollte.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.10.2011, 11:47 Uhr

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63 Kommentare

Robert Herz

27.10.2011, 12:19 Uhr
Melden 59 Empfehlung

Was für eine "Schweizer Fluggesellschaft"? Die Rede kann ja wohl nicht von der "Swiss" sein, denn das ist ja bekanntlich eine deutsche Fluggesellschaft. Antworten


Markus Weilenmann

27.10.2011, 13:10 Uhr
Melden 47 Empfehlung

Zentral ist doch die Frage der Markenbindung. Wenn ich jedenfalls irgendwo hin fliege, schaue ich immer zuerst, was die Swiss im Angebot hat. Für Langstrecken ist es sowieso sehr angenehm, direkt in Zürich zu landen, statt noch den Haken über Paris, Frankfurt oder London zu schlagen, ganz abgesehen vom grösseren Beinraum in der Eco, dem besseren Service, der grösseren Zuverlässigkeit usw Antworten



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