Ausschreitungen beim U-21-Derby
Von Thomas Schifferle. Aktualisiert am 26.02.2010
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Bernard Challandes ist sich beim FCZ die Improvisation gewohnt. Einmal gibt es ein Training auf dem Juchof, dann auf der Allmend. Das ist alles nicht immer einfach, gerade während eines langen Winters. Aber keine Klage, «so wie es bei uns ist, wurden wir dreimal Meister», sagt der Trainer.
Am Mittwoch bekam er einen Eindruck, wie vornehm die Bedingungen sind, die sich GC dank des Campus bieten. In Niederhasli war er, um den FCZ-Nachwuchs im Winter-Cup der U-21 gegen GC zu verfolgen. «Schön war es da», erzählt er, «und gefährlich.»
Eine Horde von rund 100 FCZ-Sympathisanten hatte den gleichen Weg gewählt wie Challandes. Das Ziel war: sich mit GC-Anhängern zu prügeln. Sie stiegen über einen Zaun und liessen sich auch nicht vom FCZ-Goalietrainer Martin Brunner aufhalten. «Es kam zu einem kurzen Zusammenstoss der beiden Gruppen», rapportiert Werner Benz, Mediensprecher der Kantonspolizei. Die Polizei war schnell vor Ort, um die FCZ-Aggressoren zu stoppen und zu vertreiben.
«Solches Verhalten ist asozial und dumm»
Sie blieb mit rund 50 Mann sicherheitshalber bis nach Spielschluss präsent und begleitete die GC-Anhänger danach nicht nur zu ihren Autos oder zum Bahnhof, sondern auch in der S-Bahn bis Zürich. «Verletzte sind keine bekannt, die Sachbeschädigungen sind minim», sagt Benz. FCZ-Präsident Ancillo Canepa betont: «Jede Ausschreitung ist heftig zu verurteilen. Solches Verhalten ist asozial und dumm.» Der FCZ gewann übrigens 3:1. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.02.2010, 07:45 Uhr



