Bastien Girod nimmt Cobra ins Visier
Aktualisiert am 15.12.2010 37 Kommentare
Will mehr Sicherheit bei Niederflurtrams: Grüne Nationalrat Bastien Girod. (Bild: Keystone )
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Der Unfall vom 24. November endete tragisch: Eine 20-jährige Studentin überquerte in Oerlikon die Strasse. Das herannahende Cobra-Tram erfasste sie trotz Vollbremsung und überrollte die Frau. Sie erlag am nächsten Morgen ihren schweren Verletzungen.
«Solche schrecklichen Unfälle könnten verhindert werden. Die Verkehrsbetriebe müssten das nur wollen», sagt Nationalrat Bastien Girod (Grüne) gegenüber «20 Minuten». Er ist der Meinung, dass sogenannte Fallrechen vor den Rädern der Niederflurfahrzeuge dafür sorgen, dass vor Trams fallende Personen weggeschoben werden. Herkömmliche Trams in der ganzen Schweiz hätten diese Sicherheitsmechanismen eingebaut. Verkehrsbetriebe von Genf, Basel und Zürich würden diese Vorrichtung bei Niederflurtrams jedoch ablehnen. Gemäss «20 Minuten» mit der Begründung, sie seien überflüssig.
Schutzrechen für alle Trams obligatorisch
Der Zürcher Stadtrat antwortete auf die Anfrage zweier Gemeinderäte der Grünen: «Das Bundesamt für Verkehr erachtet den Überfahrschutz auch so als gegeben, ist doch die Fahrzeugfront extra tief nach unten gezogen. Die Front ist so geformt, dass eine Person vom Tram weggedrückt anstatt umgeworfen und überfahren wird.»
Girod ist ganz und gar nicht dieser Meinung. «Eine ganze Reihe von Unfällen hat bewiesen, dass dies nicht stimmt. Die Fallrechen würden auch bei Cobra-Trams Leben retten.» In einem Postulat fordert Girod daher gemeinsam mit Pro Velo Schweiz und zahlreichen Mitunterzeichnern, dass die Schutzvorrichtungen für alle Trams obligatorisch werden. (tif)
Erstellt: 15.12.2010, 08:03 Uhr
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37 Kommentare
Danke Herr Girod für dieses Engagement. Die VBZ sollte sich diesem Problem stellen. Es muss ja nicht gleich ein ''Fallrechen'' sein, wie es aus den 50 er Jahren benutzt wird. Wie wäre es mit einem modernen High-Tech Airbag für Fahrzeuge? Sicher gibt es moderne Erfindungen, das jemand nicht unter ein Tram gerät. Jedenfalls den Fussgängerübergang an der Uni in Oerlikon ist und bleibt gefährlich. Antworten



