Bauern müssen mehr für das Land zahlen

Landwirtschaftlicher Boden wird im Kanton Zürich teurer. Mit einem Preisanstieg von bis zu zehn Prozent soll der Wettbewerb beim Landverkauf angekurbelt werden.

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Für den Verkauf von Landwirtschaftsflächen ist ein Höchstpreis festgelegt. Bisher galt: Verlangt werden dürfen maximal fünf Prozent mehr als ein vergleichbares Grundstück in den letzten fünf Jahren durchschnittlich gekostet hat. Dieser Zuschlag beträgt nun ab 1. November 15 Prozent, wie die Kommunikationsstelle des Regierungsrats am Donnerstag mitteilte.

Ziel der Preissteigerung ist, wieder mehr Boden auf den Markt zu bringen. Kaufen kann Bauernland weiterhin nur, wer es auch selbst bewirtschaftet.

«Sehr moderate Steigerung»

Heute kostet der Quadratmeter Landwirtschaftsland im Kanton Zürich höchstens 7.90 Franken, wie Meinrad Fischer vom Amt für Landschaft und Natur auf Anfrage sagte. Mit dem neuen Zuschlag steige der Maximalpreis auf «sehr moderate» 8.65 Franken.

Kaufen dürfen nur Selbstbewirtschafter. Das heisse aber nicht, dass dies alles Landwirte seien. Als Käufer seien auch nicht- bäuerliche Selbstbewirtschafter zugelassen, etwa ein Hobby- Pferdehalter, der eine Weide für seine Tiere brauche.

Gerade bei solchen Käufern, die meist durchaus auch einen höheren Preis zahlen würden und könnten, kommt die Begrenzung laut Fischer zum Tragen.

Land bleibt oft in der Familie

Gemäss dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht ist der Kauf von landwirtschaftlichen Grundstücken bewilligungspflichtig. Ausgenommen sind Handänderungen innerhalb der Familie - sie machen laut Fischer im Kanton Zürich rund 80 Prozent aus.

Der Bundesrat hatte mit der Agrarpolitik 2011 die Preisbegrenzung ganz aufheben wollen. Dagegen wehrten sich die meisten Kantone, und das Parlament lehnte die Aufhebung ab. Es ermächtigte aber die Kantone, den Zuschlag von auf 15 Prozent anzuheben, wie dies der Kanton Zürich nun tut. (ep/sda)

Erstellt: 18.09.2008, 12:16 Uhr

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