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Baut Botta Baden um?

«Bäderdrachen» oder «Bad für jedermann»: Stararchitekt Mario Bottas Projekt eines Thermalbades spaltet Baden. Ende Januar fällt das Stadtparlament einen wichtigen Entscheid.

1/7 Quelle von Diskussionen: Mario Bottas Thermalbad in der Visualisierung.
Bild: zvg

   

Chronologie der Ereignisse

2006: Bei der Verenahof AG wechseln die Besitzverhältnisse. Man beauftragt das Ingenieurbüro Kannewischer, eine Machbarkeitsstudie für ein neues Thermalbad auszuarbeiten. Das resultierende Konzept sieht bis zu 500'000 Besucher pro Jahr vor. Kritiker bemängeln dieses Konzept heute für seine «einseitig betriebswirtschaftliche Ausrichtung».

2008/09: Basierend auf der Machbarkeitsstudie wird ein Studienauftrag durchgeführt. Neben dem Siegerprojekt Mario Bottas reichen die Architekten Max Dudler, Christian Kerez und Bétrix & Consolascio Entwürfe ein. Diener und Diener werden eingeladen, ziehen sich aus dem Verfahren jedoch zurück.

2010/11/12: Die städtebaulichen Planungsinstrumente werden angepasst, um den Bau des Thermalbads zu ermöglichen. Als einer der letzten Meilensteine entscheidet der Einwohnerrat Baden am 31. Januar 2012 über die modifizierte Baunutzungsordnung.

2012: Falls die Politik grünes Licht gibt, wird im Verlauf des Jahres ein Gestaltungsplan ausgearbeitet und das Baugesuch eingereicht. Nach Bearbeitung möglicher Einsprüche könnte Anfang 2013 mit dem Bau begonnen werden.

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Aus administrativer Sicht ist es nichts weiter als eine «Teilrevision einer quartierlichen Baunutzungsordnung». Faktisch entscheidet Badens Stadtparlament am 31. Januar jedoch über Sein oder Nichtsein eines kontroversen Projekts: Es geht um den Neubau des Badener Thermalbads, der gemäss Entwürfen des Tessiner Architekten Mario Botta ab 2013 realisiert werden soll.

Hoffen Investoren und Stadtregierung auf eine Annahme, so melden Kritiker städtebauliche Bedenken an. Sie verlangen, dass die Rahmenbedingungen für Bauten im Bäderquartier noch einmal überdacht werden.

Warmes Wasser heizen

Zu den vehementen Kritikern gehört die IG Schöner Baden, ein Zusammenschluss junger Architekten und Badenerinnen. Sie hält der Stadt vor, die Aufwertung des Bäderquartiers auf einer falschen Basis zu verfolgen. In Baden geplant sei ein «Bäderdrache», so die Interessengemeinschaft – ein Bad, das mit seiner Zielgrösse von 500'000 Gästen auf die grüne Wiese, nicht aber ins kleinräumige Bäderquartier passen würde.

Dass das mineralreiche Badener Thermalwasser – es sprudelt aus einer der seltenen natürlichen Quellen mit einer Temperatur von über 40°C – in einem Bad dieser Grösse zusätzlich aufgeheizt werden müsste, bewertet die IG als weiteren Nachteil des geplanten Unterfangens.

«Kosmetische Regeln»

«Mit Mario Bottas Thermalbad will die Stadt um jeden Preis einen politischen Erfolg verbuchen», sagt IG-Mitglied Christoph Lüber zu Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Lüber kritisiert das Vorgehen der Stadt bei der Planung von Bottas bunkerartigem Bau mit den vier «Fingern» (siehe Bildstrecke): In der vorliegenden Baunutzungsordnung stehe zu wenig konkret, was die Stadt unter einer «zeitgerechten Fortschreibung des Bäderquartiers» verstehe. Entsprechende Forderungen der IG seien im Mitspracheverfahren nicht beachtet worden. Die vorgesehene Revision hält Lüber denn auch für Kosmetik: Anstatt sinnvolle Leitlinien aufzustellen, räume die Vorlage städtebauliche Regeln zugunsten des Bauvorhabens aus dem Weg.

Aufseiten der Stadt zeigt man für diese Einwände wenig Verständnis. Beim zuständigen Amt heisst es, dass die vorliegende Teilrevision für ein Projekt der geplanten Grössenordnung grundsätzlich notwendig, nicht aber an den konkreten Botta-Entwurf angepasst worden sei. Die Notwendigkeit, bestehende Bauvorschriften anzupassen, hätte sich bereits anhand der Vorabklärungen und mehrerer gescheiterter Projekte gezeigt.

Auch der Badener Einwohnerrat – so heisst die Legislative in der Limmatstadt – habe 2008 schon einmal Ja gesagt zu einem Bauvorhaben in dieser Grössenordnung, hält FDP-Fraktionssprecher Lukas Breunig fest. Er hofft darauf, dass die Politik nun Farbe bekennt zum geplanten Thermalbadprojekt – und den Investoren ihrerseits nicht zu stark in die Pläne hineinredet. Denn schliesslich würden diese auch das ökonomische Risiko beim Betrieb des Thermalbads tragen.

Springt der Investor ab?

Ob ebendiese Investoren das Projekt bei einem negativen Entscheid weiter verfolgen würden, scheint mehr als fraglich. Als Investorin und Projektentwicklerin trat bislang die Badener Verenahof AG auf; bekannt ist weiter, dass die Zurzacher Rehaclinic das Bad betreiben wird. Wer den Löwenanteil der Finanzen beisteuert, darüber weiss die Öffentlichkeit hingegen noch nichts. Wie Verenahof-Mehrheitsaktionär Benno Zehnder auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet erklärt, kommen als Investoren zwei «grundsolide Schweizer Gesellschaften» infrage. Ihnen werde Zehnder gegebenenfalls in drei bis vier Wochen das Projekt verkaufen, selbst werde er einen Anteil von 20 Prozent behalten.

Wie Zehnder weiter sagt, würde er sich bei einer Ablehnung der revidierten Baunutzungsordnung «ernsthaft überlegen», aus der Sache auszusteigen. Als Möglichkeit bliebe Zehnder auch das Volksreferendum gegen den Beschluss. Dieses würde er mithilfe zustimmender Politiker zweifellos ergreifen, so der Investor: In der Bevölkerung geniesse das Projekt grossen Rückhalt.

Eine Redimensionierung des Thermalbads schliesst Zehnder indes ebenso wie Architekt Botta aus. Als Begründung hatte dieser an einer Informationsveranstaltung im Herbst gesagt, der Bau würde durch eine Verkleinerung «aus dem Gleichgewicht gebracht». Investor Zehnder verweist seinerseits auf die Geschichte und darauf, dass das Bäderquartier mit dem Grand Hotel – es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen – schon einmal einen grosszügigen Bau beherbergt hat. Ein kleineres Bad hält Zehnder auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht für sinnvoll: Weniger Besucher würden höhere Eintrittspreise und mehr Exklusivität bedeuten. Ein «Bad für jedermann» bekäme Baden in diesem Fall nicht.

Widersprüchliche Aussagen

Wenn am 31. Januar im Badener Stadtparlament über eine Baunutzungsordnung entschieden wird, so steht damit auch das Engagement des Hauptprotagonisten auf dem Spiel. Gerade an persönlichen Abhängigkeiten dieser Art stören sich jedoch manche Politiker in Baden. «Der Investor gab stets Grösse und Fläche vor, und die Stadt richtete sich danach», sagt Hannes Streif, der das lokale Team Baden im Einwohnerrat vertritt. Die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und Kenngrössen seien demgegenüber nie breit diskutiert worden, so Streif. Im Gegenteil: Erst seit einer Woche läge die 2007 erstellte Machbarkeitsstudie, auf der die gesamte Planung beruhe, offen auf dem Tisch.

Projektinitiant Zehnder widerspricht dieser Sicht der Dinge. Jeder hätte die vom Bäderspezialisten Kannewischer angefertigte Studie beziehen können; und auch die Vorbereitung und Durchführung des Studienauftrags, der 2009 zur Juryauswahl des Botta-Projektes führte, sei sehr transparent verlaufen. Er persönlich hätte auch mit einem anderen der Projekte leben können, so Zehnder. Mangelnde Transparenz wirft er indes den Gegnern seines Themalbadprojekts vor: So sehe das Bad nicht die oft genannte Zahl von 500'000, sondern jährlich nur 437'000 Eintritte vor – etwas mehr als doppelt so viel, wie das bestehende Thermalbad zu Spitzenzeiten aufwies.

Aus Zehnders Schilderungen wird deutlich: Der Mann freut sich auf die Zeit, wenn das beinahe ausgestorbene Bäderquartier durch neue Hotels, Wohnungen, Restaurants und ein Gesundheitszentrum neues Leben erhält. Ebenso deutlich scheint jedoch, dass auch die Gegenseite nicht klein beigeben will: Kommt die revidierte Baunutzungsordnung im Einwohnerrat durch, so sagt Lokalpolitiker Streif, werde eine der Gegenparteien wohl das Referendum mit anschliessender Volksabstimmung suchen. Gut möglich, dass am Ende die Badener Bevölkerung entscheidet, ob sie Bottas Thermalbad will oder nicht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.01.2012, 10:28 Uhr

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35 Kommentare

Walter Scharnagl

12.02.2012, 18:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich hoffe es wird ein Bad für jedermann/frau für Gesunde und Kranke. Im Moment steht: wir bitten um Ruhe, dies ist ein Heilbad. Ich hoffe dies auch für die Zukunft. Bitte kein Bad mit Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Waahrscheinlich wird es doch so kommen.
Antworten


Sam Brown

12.02.2012, 13:44 Uhr
Melden

Hässlich ist ein milder Ausdruck für das Bottsche Gebäude Antworten


Res Zaugg

09.02.2012, 10:44 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Bitte Baden.... wählt irgend einen anderen Architekten! Ihr wollt doch ein Funktionsgebäude und nicht ein pothässliches Konstrukt aus den Händen eines selbsternannten Künstlers. Antworten


Jan Can

30.01.2012, 11:22 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Entwürfe Bottas sind mittlerweile immer gleich. Er scheint in seiner Bahn steckengelieben, entwickelt hat er sich kaum. Seine Arbeiten sind mittlerweile sehr überbewertet. Prestige ist das nicht mehr sondern ist eher Durchschnitt. Antworten


Robert Herz

29.01.2012, 22:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Mir gefällt das Projekt. Ich denke, dass eine gewisse Grösse Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit ist - sonst ist es ein Bad unter vielen. Aber letztlich sind wir hier eine Demokratie mit Gesetzen - sollen die das jetzt doch ausjassen, ob das so gebaut werden kann oder ob da künftig einfach kein Bad mehr sein soll sondern Terrassenhäuser mit Flussblick für Reiche. Antworten


Hans Meier

29.01.2012, 12:25 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Es bestreitet niemand, dass das bestehende Thermalbad und umringenden Gebäuden reif für den Abriss sind. Sie sind nur noch peinlich. Nur, wieso muss da wieder so ein hässlicher Betonklotz hin? Von denen hat die Schweiz schon genug. Probiert es mal mit Naturstein, Holz, Metall - man soll sich ja auch wohlfühlen dürfen? Antworten


Alain Burky

29.01.2012, 10:00 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Auch Stararchitekten muessen sich der demokratischen Entscheidungsfindung unterwerfen.
Sonst sollen sie ihre "Prestige-Tempel" anderswo, wie ja schon oft gemacht, erstellen.
(Es geht nicht darum ob die Baeder saniert werden sollten, es geht um das "Wie").
Antworten


Heinz Wohlwend

27.01.2012, 18:12 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Nun, ich geh zurzeit sowieso liebend gerne ins Bad Schinznach gleich nebenan. Die haben ihr Bad (Thermi) super schön restauriert, was schönes und modernes hingestellt ohne die alte Bausubstanz und den Charme zu verlieren. Klein aber oho (Sauna, Massagen, etc.) und super freundliche Leute dort! Bin gespannt, ob das die Badener auch hinbekommen. Antworten


Carlo Müller

26.01.2012, 13:28 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Schönes, grosszügiges Projekt! Hoffentlich obsiegen nicht wieder die bünzligen Kleingeister, wie leider so oft in diesem Land. Antworten


Peter Schneider

26.01.2012, 09:35 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Unglaublich, welch Museumsmentalität sich immer mehr ausbreitet. Antworten


Alain Burky

29.01.2012, 07:45 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Zeller:
Lieber ein schoenes Museum (gepflegt; und auf dem neuesten wissenschaftl.Stand) - fuer alle -
als mehr Konsumtempel fuer die Reichen.
Kultur versus Kommerz.


Lorenz Zeller

27.01.2012, 12:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

und wenn sich die Museumsmentalität schon vor tausenden Jahren durchgesetzt hätte, würden wir heute noch immer in Höhlen wohnen.


Alain Burky

26.01.2012, 15:05 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Das hat ueberhaupt nichts mit Museum zu tun, eher mit Leben und
dem Sinn fuers Ganze und der Aesthetik.
Wenn dazumals in Paris sich nicht die Studenten der Sorbonne und die Mehrzahl der Quartierbewohner gewehrt haetten, waere heute das schoene Marais
mit Beton zugeplastert. (von Corbusier).


Alain Burky

26.01.2012, 05:14 Uhr
Melden

Sollte es die diesen beruehmten "Badener Geist" ueberhaupt je gegeben haben;
haette er sich hier auf komische Weise materialisiert.
(Baden - die lebensfrohe Stadt / "le badenfahrt" ?).
Antworten


Alain Burky

26.01.2012, 05:07 Uhr
Melden 7 Empfehlung

"Schoener Baden" - aber bitte nicht so.
Zuerst wurde jahrzehntelange nichts gemacht fuer die Baederstadt;
jetzt aber ueberreagiert und im wahrsten Sinne des Wortes, geklotzt.
Antworten


Heidi Boser

26.01.2012, 11:46 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Auch das L dürfen Sie ruhig noch weglassen.


Christine Meier

26.01.2012, 05:07 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Bei all meinem Respekt fuer Mr. Botta's Talent und Reputation als hervorragenden Architekt, aber dieses Design passt nun mit Nichten in die schoene historische Baederstadt! Ich finde den Plan schlichtweg graesslich! Antworten


Marc Peer

25.01.2012, 15:44 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Zu Architektur und Städtebau gibts Wettbewerbe. Gut so.
Weshalb nicht auch Wettbewerbe fürs Betriebskonzept? Würde dieses in Konkurrenz ermittelt, hätte bestimmt keines mit 500'000 Gästen den ersten Preis gemacht. Schon alleine der Unfug, Wasser zu heizen, weil die Quelle zu klein ist, hätte in einer Güterabwägung nach qualitativen Kriterien keine Chance gehabt.
Antworten


Heidi Zurbuchen Kofler

25.01.2012, 14:30 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Die Zeit der grossen Bäder ist auch beim Alpamare in Pfäffikon am oberen Zürichsee vorbei. Was mal auf die ganze Region ausstrahlte, wurde längst an ein anonymes Konsortium verkauft und rostet ohne unterhalten zu werden dahin. Die Botta-Fingerlinge schaue ich mir lieber in einer Architektur-Zeitschrift als real im Bäder-Viertel von Baden an. Antworten


Christoph Lieberherr

25.01.2012, 15:10 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Natürlich ist es mit Bauen nicht getan. Und wie rentabel ein solches Superprojekt ist, würde ich zuerst mal mit den Leukerbadern abklären (Alpentherme!), bevor man sich auch nur einen Franken Gewinn verspricht.


Max Keusch

25.01.2012, 14:08 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Finde das Projekt sehr gut und nicht überdimensioniert (etwa gleich gross wie Zurzach). Kleiner dimensioniert wäre es nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Das jetzige Bad ist nicht mehr zeitgemäss. Die Chance für ein neuzeitliches Thermalbad sollte jetzt genutzt werden. Antworten


Antonio Retica

25.01.2012, 14:03 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Super Projekt - macht endlich vorwärts und lasst Euch von grünen und linken Besserwisser nicht entmutigen. Diese IG hat über 30 Jahre Zeit gehabt etwas besseres vorzuschlagen, hat aber ausser Opposition nichts gemacht. Antworten


Karl Stamm

25.01.2012, 12:47 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Sieht zwar gut aus, pass aber nicht ins Stadtbild. Darum Nein. Vorschlag: weit usserhalb der Stadt bauen. Antworten


Heidi Boser

25.01.2012, 13:39 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Wenn Sie eine Idee haben, wie man die Quelle verschieben könnte ... viel Glück.


urs schärer

25.01.2012, 12:46 Uhr
Melden 6 Empfehlung

In der IG Baden wiederspegelt sîch der Frust, dass so ein Genie wie Botta als Architekt zum Kuss gekommen ist! Die IG Baden ist doch lediglich sauer, weil Ihnen das Projekt entglitten ist! Antworten


Ulrich Hubeli

25.01.2012, 12:45 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Architektur als solches d.H. die innere Organisation und Aufteilung mag ja gut sein. Das lässt sich vom Publikum wahrscheinlich auch gar nicht beurteilen. Aber die Form und die Materialien schon. Ich kann mir nicht vorstellen das Baden, die Stadt am Fluss, mit diesem Aussehen und dieser Form der Architektur einen Wegweiser in die Zukunft bekommt. Botta wiederholt sich. Etwas leichtes Bitte! Antworten


Aran Fitzgerald

25.01.2012, 11:40 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Oh je! Leute, glaube die Zeichnungen und Abbildungen nicht. Wie oft ist das uns Badener passiert, dass die tatsächliche Fassade rein Beton ist, und den tatsächlichen Belag rein Asphalt ist. Es wird immer hässlicher wie abgebildet. Ausserdem ist hier Klar (siehe bild 2) dass die Sonne in den Norden scheint. Diese lichtdurchflutete Finger werden in leider die falsche Richtung gebaut. Antworten


Jean M Weber

25.01.2012, 11:39 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Super! Antworten


theo Lehmann

25.01.2012, 11:21 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wie viele andere Botta Bauten ist mir die Anlehnung an die Formensprache der Postmoderne, 80-Jahre-Architektur zu stark. Man kann nur hoffen, dass der Bäderkomplex nicht wirkt wie das Casino in Campione d'Italia - ein in sich gekehrter, riesenhafter Monolith der alles dominiert. Antworten


Richard Hennig

25.01.2012, 10:48 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Es wäre an der Zeit das ein schweizer Stararchitekt wie Mario Botta auch in der Schweiz ein würdiges Projekt gestaltet. Also Badener denkt zukunftsorientiert und die Steuren die ein solches Bad bringen würde wären doch auch gut zu nehmen, oder? Antworten


Thomas Ingold

25.01.2012, 10:43 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Ein Unding! Plump und banal, wie die meisten der neueren Botta-Bauten. Die gleiche Fassade wie beim Tinguely-Museum. Das Bäderquartier würde durch diesen Koloss erdrückt. Es handelt sich nämlich um eine städtebaulich einmalige Anlage, die einen adäquaten Massstab erfordert. Botta ignoriert, wie so oft, deren Kontext. Ich hoffe die Badener stemmen sich dagegen. Antworten


Heidi Boser

25.01.2012, 11:47 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Das bestehende Thermalbad versprüht im Moment tatsächlich den spöden Charme eines alten DDR Bads. Dass man da dringendst etwas machen müsste, bestreitet wahrscheinlich niemand. Aber muss es wirklich derartig überdimensioniert und showstarmässig sein ? Viele wünschen sich eben wiklich ein Kurbad und nicht ein alpamaremässiges Spassbad, das vor allem die falschen Leute anzieht.


maurena salzmann

25.01.2012, 11:28 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Endlich kehrt nach jahrzehntelangem Trauerspiel Leben ins vergammelte Bäderquartier zurück. Als Badenerin heisse ich Botta und seinen tollen Bau herzlich willkommen!


Ramon Paxus

25.01.2012, 10:32 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Ein sinnvolles und auch visuell wunderschönes Projekt. Die Badener wären bescheuert, wenn sie's nicht annehmen würden. Antworten


Charly Minders

25.01.2012, 10:54 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Es sind nicht die Badener dagegen, sondern meistens die Zugezogenen (siehe neue Flughafenanwohner und nacher gegen Fluglärm protestieren).



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