Zürich

Beim Bahnhofplatz wird wieder gebohrt

Aktualisiert am 03.06.2009

Nach einer Baupanne im April gehen beim Zürcher Hauptbahnhof seit Mittwoch die Bohrarbeiten für die SBB-Durchmesserlinie wieder weiter. Nun mit einer neuen Bohrmaschine.

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Die Einsturzstelle (gelb markiert): Über dem künftigen Bahntunnel bohren die SBB derzeit mehrere Mikrotunnel, damit der Boden oberhalb hält. In einem der Mikrotunnel kam es zum Zwischenfall. Jetzt wird über dem bestehenden Tunnel ein zweiter gebohrt.

   

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Die Panne im Weinbergtunnel

Der Zwischenfall hatte sich bei Vorarbeiten für den Weinbergtunnel ereignet, durch den die Züge ab 2015 in den unterirdischen Durchgangsbahnhof fahren sollen. Bevor jedoch mit den Bohrarbeiten für diesen Tunnel begonnen werden kann, müssen sieben so genannte «Mikrotunnels» in den Boden getrieben werden.

Diese Glasfaser-Rohre in rund zehn Metern Tiefe haben den Zweck, später das Erdreich gegenüber dem eigentlichen Tunnel zu schützen und während Bohrungen Absenkungen an der Oberfläche zu verhindern. Was diese Mikrotunnels eigentlich verhindern sollten, hatte deren Bau Ende April selber ausgelöst. (SDA)

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Wegen einer Baupanne musste Ende April ein einsturzgefährdeter Schacht beim Zürcher Hauptbahnhof samt Bohrmaschine zubetoniert werden. Um die Arbeiten für die Durchmesserlinie trotzdem termingerecht abschliessen zu können, nahm die SBB am Mittwoch zusammen mit den beteiligten Bauunternehmen eine neue Bohrmaschine in Betrieb. Dank der neuen Maschine könnten nun die Abklärungen, wie die eingeschlossene Bohrmaschine geborgen werden soll, ohne Zeitdruck abgeschlossen werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

«Wir haben alles noch einmal durchgeröngt»

Um neues Ungemach zu verhindern, waren umfangreiche Abklärungen zur neuen Maschine nötig. «Wir haben alles noch einmal durchgeröngt», sagte SBB-Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage. Konkret ging es dabei um die Technik, die Statik, aber auch um die Arbeitsabläufe.

Unklar ist nach wie vor, wie die eingeschlossene Maschine geborgen werden kann. Es seien weiterhin verschiedene Varianten in Prüfung. Eine einfach Lösung dafür gebe es nicht, schreibt die SBB. So müssten die Aspekte Sicherheit, Zeitaufwand, Umweltschutz und Kosten solide abgeklärt werden.

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hatte Anfang des Monats eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet. Abgeklärt werden die Straftatbestände Störung des öffentlichen Verkehrs sowie Verletzung der Regeln der Baukunde.

Keine Verzögerung und Zusatzkosten

Die SBB rechnet wegen des Zwischenfalls unter dem Bahnhofplatz weder mit Verzögerungen auf dem Terminplan der Durchmesserlinie noch mit zusätzlichen Kosten. «Wir haben einen Werkvertrag mit der Arbeitsgemeinschaft», sagte Pallecchi. Darin festgehalten sei der Tunnelbau zwischen dem Hauptbahnhof und Zürich-Oerlikon.

(tif/sda)

Erstellt: 03.06.2009, 13:37 Uhr

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