Zürich

Bereits 700 Millionen Franken im Zürcher Untergrund verbaut

Aktualisiert am 26.05.2009

In den ersten 20 Baumonaten der Zürcher Durchmesserlinie sind rund 700 Millionen Franken verbaut. Bis 2013 sind Ausgaben von zwei Milliarden vorgesehen.

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Endausbau der Passage Sihlquai im September 2008.
Bild: SBB

   

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Die Vorbereitungen für den ersten Abschnitt der Durchmesserlinie, der Teil Altstetten - Langstrasse, wurde praktisch abgeschlossen. Wie es am Dienstag an einem Medienanlass zum Stand der Arbeiten hiess, sind damit in den ersten 20 Baumonaten 30 Prozent der Investitionskosten von 2,031 Milliarden Franken verbaut worden. Dazu gehören Fundamente für Brückenpfeiler auf Drehbohrpfähle mit bis zu 40 Metern Tiefe.

Das Projekt der 9,6 Kilometer langen Durchmesserlinie, die die Stadt Zürich von Altstetten über den Hauptbahnhof bis nach Oerlikon unterirdisch durchquert, gliedert sich insgesamt in vier Abschnitte.

Umschlagplatz unter dem HB

Bei dem unter dem Hauptbahnhof liegenden Bahnhof Löwenstrasse als Abschnitt zwei ist seit vergangenem Februar eine Umschlaganlage in Betrieb. Abtransporte von Aushubmaterial sowie Anlieferung von Betonkies sind dadurch per Bahn möglich, wie es hiess. Während sich unter der Sihl die Bauarbeiten für den Rohbau in der zweiten Bauphase befinde, habe der Bahnhofdeckel im Bereich der Gleise 3 und 4 in der Perronhalle fertiggestellt werden können. Derzeit arbeiteten die Baumaschinen unter den Gleisen 5 und 6.

Der als Abschnitt drei bezeichnete «Weinbergtunnel», der den Bahnhof Löwenstrasse mit dem Bahnhof Oerlikon in einer S-Form verbindet, hat Ende April eine geologisch heikle Zone unterquert. Im Bereich Buchegg gelang es den Arbeitern, sich unter einem «unterirdischen See» durchzuwühlen. Die beiden Längsstollen unter dem Südtrakt des Hauptbahnhofs seien weiter vorangetrieben worden, so die SBB, und dürften im kommenden September die volle Länge von 120 Meter erreichen.

Eiswand im Winter

Spuren im Bauprogramm hat der harte Winter im Abschnitt vier «Einschnitt Oerlikon» hinterlassen. Die Stützmauer glich zeitweise wegen tiefen Temperaturen einer Eiswand. Beim Auftauen mussten die gefährlichen Eismassen sorgfältig entfernt werden. Für den Bahnhofsausbau der Gleise sieben und acht wurde die Planauflage abgeschlossen.

Die Durchmesserlinie soll planmässig im Dezember 2013 in Betrieb genommen werden. Die vollständige Eröffnung ist im Juli 2015 geplant. (ep/ap)

Erstellt: 26.05.2009, 12:40 Uhr

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