Berufliche Weiterbildung wird nicht günstiger

Die berufliche Weiterbildung soll in Zürich nicht vergünstig werden, da es sich dabei nicht um eine Erstausbildung handelt.

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Der Zürcher Regierungsrat lehnt eine Senkung der Schul- und Kursgelder für die Angebote der höheren Berufsbildung ab. Er empfiehlt dem Kantonsrat, eine Motion der SVP abzulehnen, wie er am Donnerstag mitteilte.

Die wegfallenden Gelder müssten mit höheren Staatsbeiträgen ausgeglichen werden, schreibt der Regierungsrat. An der Finanzierung der höheren Berufsbildung beteiligten sich Bund, Kantone und die Teilnehmenden. Zurzeit seien Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt daran, Grundlagen für Finanzierungsrichtlinien zu erarbeiten.

Berufliche Weiterbildung viermal teurer als Studium

Die SVP-Motion verlangt, dass die Studiengebühren für die qualifikationserweiternde Weiterbildung den Gebühren der Hochschulen angepasst werden. Die berufliche Weiterbildung gewinne immer mehr an Bedeutung und solle gegenüber der Erstausbildung nicht durch zu hohe Kosten benachteiligt werden, schreibt der Motionär in der Begründung seines Vorstosses. Heute koste ein Lehrgang für einen eidgenössischen Fachausweis den Studierenden im Verhältnis zur Weiterbildung an Hochschulen und Fachhochschulen bis zu viermal mehr.

Die Gebührenstruktur der Bildungswege der höheren Berufsbildung könne nicht direkt mit den Gebühren eines Hochschulstudiums verglichen werden, findet der Regierungsrat. Die vergleichsweise tieferen Semstergebühren für ordentliche Hochschulstudiengänge werden damit begründet, dass es sich um eine Erstausbildung handelt.

Auch für Weiterbildungsangebote an Hochschulen würden grundsätzlich kostendeckende Gebühren erhoben. Die höhere Berufsbildung weise eine «hohe Bildungsrendite» auf, schreibt der Regierungsrat weiter. Das erworbene Wissen könne unmittelbar in der Berufspraxis umgesetzt werden. (los/sda)

Erstellt: 09.10.2008, 10:48 Uhr

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